Weiden in der Oberpfalz
14.02.2021 - 10:23 Uhr

Junger Weidener fühlt sich bedroht: Wahnvorstellungen wegen Drogen

Weil er sich verfolgt und bedroht fühlt, ruft ein 23-Jähriger die Polizei. Doch die macht für die Ängste des jungen Mannes nun eine ganz andere Ursache aus.

Ein 23-Jähriger rief am Freitagabend die Polizei, weil er um sein Leben fürchtete. Symbolbild: Patrick Pleul
Ein 23-Jähriger rief am Freitagabend die Polizei, weil er um sein Leben fürchtete.

Er fürchte um sein Leben, teilte der 23-jährige Anrufer mit. Am Freitag gegen 18 Uhr hatte er den Polizeinotruf gewählt, weil er im Stockerhutgebiet von mehreren Personen verfolgt werde und sich bedroht fühle, wie er erklärte. Die sofort herbeigeeilten Streifen stellten jedoch fest, dass die Befürchtungen des jungen Mannes völlig aus der Luft gegriffen waren.

"Vielmehr begründete sich der Verfolgungswahn aus einem vorausgegangenen und von ihm eingeräumten Drogenkonsum", heißt es jetzt im Polizeibericht.

Der 23-Jährige kam nach ärztlicher Haftfähigkeitsprüfung und richterlicher Gewahrsamsbestätigung zur Ausnüchterung in die Haftzelle der Polizeiinspektion – "wo er sich dann übrigens sehr sicher fühlte". Am Morgen bei seiner Entlassung habe sich der junge Mann an nichts mehr erinnern können, berichten die Gesetzeshüter. Die Gedächtnisauffrischung erfolgt nun von Amts wegen: Den Weidener erwartet ein Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Weiden in der Oberpfalz14.02.2021
 
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