26.05.2020 - 11:36 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Jury wählt Layouts für "Böttgerpfad" aus

Weidener FOS/BOS-Schüler haben Layouts für den Historischen Böttgerpfad an der bayerisch-böhmischen Grenze bei Bärnau entworfen. Eine deutsch-tschechische Jury wählte nun unter erschwerten Bedingungen aus.

Eine deutsch-tschechische Jury bewertet von Schülern der FOS/BOS Weiden gestaltete Layouts für einen historischen Rundweg an der Bärnauer Grenze.
von Rainer ChristophProfil

Nachdem bereits das deutsch-tschechische Kunstprojekt im Sommer 2019 ein riesiger Erfolg für die Schule und die Arge Paulusbrunn war, haben sich im Februar 2020 Schüler einer Designklasse unter der Leitung ihres Lehrers Josef Zeis mit der Gestaltung der Layouts für den Pfad beschäftigt. Die deutsch-tschechische Jury wollte eigentlich schon vor Ostern die Auswahl treffen, doch Schul- und Grenzschließung machten dies unmöglich.

Nach den neuen Öffnungsmöglichkeiten für Schulen kam es nun zum Nachholtermin, wenn auch ohne die tschechischen Juryteilnehmer aus Obora bei Tachau. Diese wurden in Absprache mit Dana Lesak Müller, Bürgermeisterin von Obora, ersetzt durch Eva Schramek aus Altenstadt und Žaneta Weidner aus Weiden. Beide stammen aus Tschechien und sind hier verheiratet. Weitere Juroren waren Ingrid Leser, Edgar Zwerenz und Markus Frank, Leiter der Ikom Bärnau.

Für Rektorin Gabriele Dill war es der erste offizielle Besuch an der FOS/BOS Weiden nach der Schließung der Schule im April.

Lehrer Josef Zeis hatte im Vorfeld 15 von Schülern gefertigte Layouts an Stelltafeln befestigt. Mit einem Bewertungsbogen mussten die fünf Juroren das beste Layout auswählen. Die Teilnehmer erfuhren, dass sich insgesamt 13 Schüler mit der Aufgabe befasst hatten.

Folgende Kriterien sollten eine Entscheidung herbeiführen: Ansprechende Text- und Bildverteilung, Farbgestaltung, Schriftbild und Gesamtwirkung. Insgesamt gab es maximal 16 Punkte (bei 5 Teilnehmern also insgesamt 80 Punkten) zu vergeben. Am Ende ging es sehr knapp aus, an der Spitze stand ein Layout mit 74 Punkten, der zweite Platz verzeichnete 71 und der dritte Platz 70 Punkte. Das Sieger-Layout wird nun auf insgesamt 15 Tafeln mit einer Größe von 70 auf 140 Zentimeter übertragen.

Die Tafeln sollen Besuchern die Situation an der deutsch-tschechischen Grenze in der Zeit des „Kalten Kriegs“ erläutern. Sie greifen die Situation des Orts Paulusbrunn von 1945 auf. Und sie gehen auf die Lage im leeren Sudetenland nach 1945 ein. Darunter sind mehrere Tafeln zur Situation der Natur, gestaltet durch den Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald. Eine Tafel informiert über die Europäische Wasserscheide der Mies/Myše und der Naab. Dieses Thema übernahm das Wasserwirtschaftsamt Weiden.

Da aus Sicherheitsgründen keine Schüler teilnehmen konnten, werden sie Sieger noch nicht bekanntgegeben. Josef Zeis wird den Schülern die Vorgehensweise der Jury erläutert. Das ausgewählte Layout wird noch etwas bearbeitet. Ist das erledigt, so wurde vereinbart, gibt es eine offizielle Vorstellung mit Urkunde und einem kleinen Preis.

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