Weiden in der Oberpfalz
06.10.2020 - 11:20 Uhr

KAB fordert weltweites Recht auf menschenwürdige Arbeit

Der KAB-Kreisverband Weiden stellt sich auf die Seite der Entrechteten. Bild: Kunz
Der KAB-Kreisverband Weiden stellt sich auf die Seite der Entrechteten.

Der KAB-Kreisverband Weiden stimmt sich auf den Welttag für menschenwürdige Arbeit ein. „Ziel muss sein, dass überall bei uns und weltweit Menschen in Würde leben und arbeiten können“, betont Kreisvorsitzender Hermann Stadler. Am Mittwoch, 7. Oktober, ist der Welttag für menschenwürdige Arbeit. Gemeinsam mit den Partnerbewegungen in der Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer fordert der KAB Kreisverband Weiden ein weltweites Recht auf menschenwürdige Arbeit.

Bei einem Vorgespräch im Pfarrheim St. Johannes markierte der Kreisverband die Prinzipien grundlegender Arbeitsrechte als Beitrag zur Verringerung globaler Armut. „Die Vereinten Nationen haben 2015 das Thema menschenwürdige Arbeit als Ziel in die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung aufgenommen“, erklärte Stadler.

Arbeit allein schütze aber nicht automatisch vor Armut. Viele Arbeitnehmer führten trotz eines Jobs kein menschwürdiges Leben. „Löhne von denen man nicht leben kann, unbezahlte Überstunden, ausbeuterische Kinderarbeit, Gesundheitsschäden und ein Fehlen des Rechts auf gewerkschaftliche Organisationen gehören für viele zum Alltag.“

Über die Hälfte der Erwerbstätigen im globalen Süden arbeiteten im informellen Sektor, jenem Teil der Volkswirtschaft, dessen wirtschaftliche Tätigkeit nicht in der offiziellen Statistik erfasst sei. Die Arbeitslage dort sei unsicher und der Arbeitsschutz kaum gewährleistet. „Vielfach verdienen diese Menschen zu wenig Geld für sich und ihre Familien, um aus der Armut herauszukommen.“

Der Zugang zu Bildung, Gesundheit, Wohnen und Nahrung sei häufig stark eingeschränkt. In vielen Fällen fehle jegliche Versicherung, die sie bei Krankheit oder im Alter unterstützen könnte. „Eine gute Arbeit sowie der Zugang für alle Menschen weltweit zu einer sozialen Grundsicherung und Dienstleistungen und Bildung sind zwei Seiten einer Medaille, um ein menschenwürdiges Leben führen zu können.“

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