„Happy Birthday, Sonntag!“ Der arbeitsfreie Sonntag wird 1700, betont der KAB-Kreisverband. „Gesetzlich verankert wurde er am 3. März 321 durch Kaiser Konstantin, der ihn offiziell als Ruhetag einführte.“ Selbst in einer der ältesten bayrischen Gesetzsammlung, dem lex Baiuvariorum, habe ein freier Mann seine Freiheit verloren und wurde „Unfreier“, hatte er am Sonntag „Knechtsarbeit“ verrichtet.
„In den 50er Jahren forderte die Gewerkschaftsbewegung obendrein den freien Samstag. Damit war das freie Wochenende geboren.“ Eine Errungenschaft, die heute mehr und mehr zur Disposition stehe. „Was vor 1700 Jahren erkannt wurde, ist auch heute noch richtig. Und dass dieser Tag kein beliebiger sein kann, steht außer Frage.“
Seit jeher drängten wirtschaftliche Lobbygruppen darauf, den Sonntag zum Werktag zu machen. Auch die Coronakrise würden manche zum Anlass nehmen, die Abschwächung oder gar Abschaffung des Sonntagsschutzes im Handel und in anderen Branchen zu fordern. „Gott sei Dank geniest der arbeitsfreie Sonntag den staatlichen Schutz des Grundgesetzes“, unterstreicht KAB-Kreisvorsitzender Hermann Stadler.
„Als Allianz aus Kirchen und Gewerkschaften rufen wir alle Unterstützer in Kultur, Sport, Familienverbänden und Unternehmen auf: Lasst uns gemeinsam für den Sonntag eintreten!“ Auch an die Verantwortlichen aus Wirtschaft und Politik ergehe der Appell: „Rüttelt nicht am Ruhetag!“ Ohne freien Sonntag würden ökonomisches Leistungsdenken und Konsum die ganze Woche bestimmen. „Und damit unsere gesamte Lebenszeit.“ KAB und Gewerkschaften solidarisierten sich durch eine "Sonntagsallianz".
Ob analog oder digital: „Als Allianz für den freien Sonntag machen wir uns jetzt und künftig stark für die Freiheit des Menschen und gegen die völlige Ökonomisierung des Lebens.“ Dies betont KAB-Diözesansekretär Markus Nickl. „Für uns als Christen hat die geforderte Flexibilität bei neuen Arbeitszeitmodellen durchaus eine hohe Bedeutung, aber sie hat nicht das letzte Wort.“ Der Sonntag sei Erlösung vom endlosen Alltagszwangs des Funktionierens und Konsumierens."













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