07.12.2018 - 13:03 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Im Kastrophenfall schlägt die Stunde des Suchdiensts

Im Katastrophenfall oder bei Unglücken werden Vermisste durch den "Rotkreuz-Suchdienst" erfasst. Auch die Helfer aus Weiden sind immer wieder gefordert.

Ulrike Weber (Dritte von links) und Edeltraud Sperber zeichnen Rita Heigl, Petra Laube und Barbara Steinruck (vorne, mit Urkunden) aus. Mit im Bild: die Rotkreuz- Führungskräfte des BRK- Kreisverbands.
von Autor hczProfil

26 Mitglieder engagieren sich im BRK-Kreisverband Weiden-Neustadt/WN im "Kreisauskunftsbüro" (KAB), auch "Rotkreuz-Suchdienst" genannt. Leiterin Edeltraud Sperber berichtete beim letzten Fortbildungsabend des Jahres von den Aktionen und Plänen.

Das KAB befasst sich mit der Erfassung Betroffener bei Katastrophen, Großschadensereignissen oder Kriegen, sowie der Auskunft an Berechtigte über den Verbleib dieser Personen. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Flüchtlinge zu registrieren. Der Andrang von DDR-Bürgern nach der Wende forderte die KAB-Mitarbeiter ebenfalls stark, später auch die Flüchtlingsströme aus Afrika.

Mittlerweile alles digital

Aber auch bei der Hochwasserkatastrophe an der Donau mussten die Helfer aus Weiden ausrücken. Auch ein Großbrand, wie etwa der im Neustädter Altenheim, kann dazu führen, dass eine große Zahl von Menschen registriert werden und ihr Verbleib dokumentiert werden muss.

Dass so eine Registrierung nicht mehr mit Zettelkasten und Bleistift vonstatten geht wie nach dem Krieg, versteht sich von selbst. Modernste Computerprogramme, neue Laptops und entsprechende Schulungen sind nötig, berichtete Sperber. Die "hauseigenen" PC-Spezialisten Sandro Fleischer und Thorsten Gradl sorgen stets für die aktuellen Versionen des Programms. 2019 soll es wieder eine Großübung mit den neuen Laptops geben, kündigte die Leiterin an.

Die Mitglieder Lisa Eschenbacher, Tanja Gorisch und Vanessa Klement werden ihre Ausbildung - bestehend aus einem Betreuungslehrgang, Erste-Hilfe-Kurs und fünf spezifischen KAB-Modulen - vervollständigen.

Weitere Gruppe geplant

Von einer überregionalen Tagung berichteten die stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiter Thomas Rauch und Oliver Hellmich, dass man in ganz Bayern die Existenz eines der letzten funktionierenden Kreisauskunftsbüros bewundere, eines, das keine Nachwuchssorgen habe. Da es nur noch sehr wenige KAB-Gruppen gebe, sei eine Wiederbelebung in den Rotkreuz-Kreisverbänden geplant. BRK-Kreisgeschäftsführer Sandro Galitzdörfer stellte fest, dass es tagtäglich wieder sein könne, dass die Gruppe gefordert werde. Er regte eine Zusammenarbeit mit der Unterstützungsgruppe "Sanitäts-Einsatzleitung" an. Für 30 Jahre Mitarbeit beim Suchdienst zeichneten Sperber und ihre Vertreterin Ulrike Weber Rita Heigl aus. Zehn Jahre war Petra Laube dabei. Barbara Steinruck, Jaqueline Schraml und Vanessa Klement bekamen die Urkunde für fünfjährige Mitgliedschaft.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.