Die beiden Jugendreferentinnen Martina Troidl (Weiden) und Franziska Büchl (Cham) wollen mit einer „Reisegruppe“ vier Länder entdecken: Nepal, Panama, Amerika und Südafrika. Wegen der Corona-Pandemie geht das nur virtuell (per Zoom), aber die Teilnehmer treffen live auf Einheimische, mit denen sie sich über Land und Leute austauschen können. Anmeldeschluss dafür ist am 2. August.
Oberpfalz-Medien haben sich mit Martina Troidl über die Reise mit dem Titel „Oh wie schön ist…“ unterhalten.
ONETZ: Wie sind Sie auf die Idee mit der virtuellen Reise gekommen?
Martina Troidl: Wir haben vor einiger Zeit, als die Vorschriften wegen Corona noch viel strenger waren, nach Angeboten für junge Menschen gesucht, die wir trotz Corona anbieten könnten und mit denen wir auch die Jugendarbeit in den Pfarreien unterstützen können. Da zur damaligen Zeit ja überhaupt noch nicht an Reisen zu denken war, ist die Idee entstanden, eine virtuelle Reise anzubieten. Darüber hinaus wollten wir auch Menschen die Möglichkeit zum "Reisen" geben, die zur Risikogruppe gehören oder mit so jemandem zusammenleben und gerade einfach nicht groß raus können. Ganz unabhängig von Corona, können an dieser Reise auch junge Menschen teilnehmen, die sich eine reale Reise in solche Länder gar nicht leisten könnten.
ONETZ: Was waren die Kriterien für die Auswahl der Länder? Panama erinnert an den Janosch-Titel.
Martina Troidl: Uns war von Anfang an sehr wichtig, dass es keine Infoveranstaltung über diese Länder werden, sondern die Begegnung mit Menschen im Vordergrund stehen sollte. Deshalb entstand die Idee mit dem "Treffen" von Einheimischen, die über ihr Leben in dem jeweiligen Land erzählen können. Sie haben Geschichten zu erzählen und nicht Fakten, die man auch ergoogeln kann. Gleichzeitig sollten es Länder sein, in die man nicht "so einfach mal" reist. So haben wir in erster Linie danach gesucht, zu welchen Ländern wir Kontakte herstellen können - entweder weil wir selber dort Freunde und Bekannte haben oder über Dritte eine Verbindung bekommen können. So sind es dann diese Länder geworden, weil wir sie spannend fanden und wir dort Verbindung zu Einheimischen aufbauen konnten. Speziell Panama: Das war ein Wunsch von mir persönlich. Ich war letztes Jahr selber dort, bin durch das Land gereist und habe mich Hals über Kopf in dieses Land verliebt.
ONETZ: Wie ist der Kontakt zu den Einheimischen in den vier Ländern entstanden?
Martina Troidl: Jeder Kontakt ist auf einem anderen Weg entstanden. Zu der Südafrikanerin haben wir über die Pfadfinder, die ja weltweit vernetzt sind, einen Kontakt aufbauen können. Der Amerikaner ist eine weitschichtige Verwandtschaft meiner Büromitarbeiterin.
Zu den Nepalis konnten wir Kontakt über eine Freundin aus Weiden herstellen, die immer wieder für ein paar Monate dort lebt. Zu einem jungen Mann in Panama bekamen wir Kontakt über einen bekannten Pater aus Panama.
Die Einheimischen, die wir treffen werden, sind alle sehr interessante Persönlichkeiten: In Nepal z. B. treffen wir einen jungen Mann, der jahrelang in einem buddhistischen Kloster gelebt hat und dann mit ziemlich vielen Schwierigkeiten ausgetreten ist. Der Amerikaner lebt direkt am Broadway in New York und ist zudem mit verschiedenen Musicaltheatern unterwegs.
ONETZ: Warum die Beschränkung auf 20 Teilnehmer? Via Zoom könnten theoretisch 100 teilnehmen.
Martina Troidl: Wir haben die Reise beschränkt auf 20 Teilnehmer, weil wir wie bei einer "echten" Reise mit einer festen Gruppe reisen wollen, die sich auch untereinander kennenlernen soll. Es wird viel Interaktion stattfinden: zwischen den Teilnehmenden, aber auch mit den Einheimischen der jeweiligen Länder. Hinzu kommt das Rahmenprogramm. All das wäre mit einer großen Teilnehmerzahl nicht so intensiv möglich.
ONETZ: Können Sie ein bisschen was zum Rahmenprogramm sagen?
Martina Troidl: Das Rahmenprogramm soll zum einen die Zusammengehörigkeit stärken. Es wird also offline kleine Überraschungen geben, die nicht nur der jeweiligen Person Freude bereiten, sondern auch Gemeinschaftserlebnisse schaffen, obwohl man sich nicht persönlich trifft. Gleichzeitig möchten wir die Möglichkeit bieten, die Reise und die Länder mit allen Sinnen zu erfahren.













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