03.07.2018 - 14:45 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Keramikmuseum nicht aufgeben

Kunst und Kultur sind wichtige Standortfaktoren. Beim Besuch der Ausstellung "Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst" macht sich der CSA-Kreisverband Weiden deshalb für den Erhalt des Internationalen Keramikmuseums stark.

Der CSA-Kreisverband im Keramikmuseum (von links): Hans Forster, Kreisrätin Andrea Lang, Dagmar Nachtigall, Kurator Thomas Kühn, Museumsleiterin Stefanie Dietz und Sandra Prichta, die sich für den Fortbestand der Einrichtung stark machen.
von Helmut KunzProfil

(uz) „Uns ist sehr wohl bewusst, wie wichtig das kulturelle Umfeld in einer Stadt wie Weiden ist“, unterstrich CSU-Stadträtin Dagmar Nachtigall am Donnerstag bei einem Besuch der Christlich Sozialen Arbeitnehmerunion im Internationalen Keramikmuseum. Nur wenn ein attraktives Angebot vorherrsche, würden sich auch Firmen und deren Mitarbeiter in der Stadt niederlassen.

„Mir liegt sehr viel am Erhalt dieses Internationalen Museums, das durch die Münchner Staatsmuseen und hier durch die Neue Sammlung getragen wird.“ Der Vertrag sei aktuell gekündigt worden, sagte sie. „Wir von der CSU wollen weiterhin diesen Vertrag aufrecht erhalten, damit solch erstklassige und einzigartige Stücke, die man sonst nur in großen Städte wie München oder Wien sieht, hier in Weiden zu sehen sind.“

Nachtigall in Anwesenheit von Museumsleiterin Stefanie Dietz weiter: „Wir würden einen großen Fehler machen, wenn wir unser Internationales Keramikmuseum dem Sparen zum Opfer fallen lassen.“ Weiden sei eine Porzellanstadt, und wo sollte solch ein Museum sonst stehen. „Es liegt aber auch an jedem von uns, dass wir die Menschen aufmerksam machen, welch ein Kleinod wir hier in Weiden besitzen.“ Der Kurator der Sonderausstellung „Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst“, Thomas Kühn, griff den Faden auf und betonte die Bedeutung einer solchen Institution als Standortfaktor einer Stadt wie Weiden. „Ich war schockiert, als bekanntgegeben wurde, dass das Museum durch Stadtratsbeschluss geschlossen werden sollte.“

Wer sich mit dem Thema beschäftige, wie er, könne sich das gar nicht vorstellen. Der Verein „Die Keramischen“, in dessen Vorstandsschaft er mitarbeite, habe es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, das Museum nach außen darzustellen und die Frage aufzugreifen, wie es überhaupt so weit kommen konnte.

„Zu Hans Schröpfs Zeiten, als das Museum eröffnet worden ist, war gerade die Ägyptische Sammlung ein Renner, gerade dass die Leute nicht Schlange stehen mussten. Damals hatten wir Besucherzahlen von 20000 im Jahr.“ Dann führte Kühn die Christsozialen durch die Ausstellung „Schwarzburger Werkstätten“, erläuterte die Anfänge durch Max Adolf Pfeiffer 1909, die Neuansiedlung in den Zwanzigern und den Ausbau 2007 zur gläsernen Porzellanmanufaktur. Die Ausstellung zeige Porzellankunst namhafter und zeitgenössischer Künstler.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp