Das überraschend gute Ergebnis von Markus Bäumler bei der Wahl des Fraktionsvorsitzenden beflügelt die Weidener CSU-Stadträte und den Beirat. Gut gelaunt präsentierten sie am Montagabend im Schützenhaus das Wahlergebnis von 10:4 Stimmen, mit dem Bäumler zum Nachfolger von Wolfgang Pausch bestimmt wurde. Die Amtsübergabe ist zum 1. April vorgesehen. Bis zum 31. März bleibt Pausch noch Fraktionsvorsitzender.
Wenig Begeisterung löst der Wechsel an der Fraktionsspitze bei Walter Leupold aus. Der ehemalige Fraktionschef, langjährige Kreisvorsitzende und Ehrenkreisvorsitzende betont am Dienstag auf Anfrage der Oberpfalz-Medien, dass die Entscheidung von Wolfgang Pausch, sich nicht mehr als OB-Kandidat zu bewerben, durchaus nachvollziehbar sei. "Pausch war ja bei der OB-Wahl nicht wahnsinnig erfolgreich. Er musste aber auch gegen einen amtierenden Oberbürgermeister antreten. Da befindet sich der Herausforderer immer in einer schwierigen Situation", erläutert Leupold.
Unverständlich sei jedoch sein Rücktritt als Fraktionschef, der ihm offenbar abgetrotzt worden sei. "Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, was da eine Rolle gespielt hat. Ich beobachte das aus der Distanz. Das heißt aber nicht, dass ich deshalb lautlos bleibe. Ich jedenfalls hätte den Wechsel nicht vollzogen."
Pausch sei ein hervorragender Fraktionschef. "Besser kann man dieses Amt nicht verstehen. Er hat ein ungeheures, breites Wissen, ein großes Netzwerk, Ideen, was richtig und wichtig ist. Und er hatte das Vermögen, das, was er als richtig betrachtet hat, auch durchzusetzen. Er hatte alles, was ein guter Fraktionsvorsitzender braucht." Zu dessen Nachfolger meint Leupold: "Markus Bäumler wünsche ich, dass er sich intensiv in seine neue Rolle hineinfindet, damit er sie so gut wie bisher Wolfgang Pausch beherrscht."













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