Auf der Suche nach Schnittmustern für ein Puppenkleid stieß Sieglinde Steiner auf ein Problem, vor dem viele Eltern von Frühgeborenen stehen: Kleidung für Frühgeborene ist kaum oder nur sehr schwer zu finden. So entstand der Kontakt mit einer Mutter, die die Kleidung für ihr Frühgeborenes selbst genäht hatte. Eine Idee war geboren: „Ich habe mir gedacht, das wäre auch etwas für uns, denn das BRK ist mehr als Blaulicht und Rettungsdienst. Es geht vor allem um Hilfsbereitschaft“, sagte Steiner. Sie scharte acht Frauen und ein Mädchen aus den Reihen der BRK-Bereitschaft um sich, die beim Nähen von Kleidung für Frühgeborene helfen wollten. Die Stoffboutique von Valentina Jäger in Neustadt/WN stellte die benötigten Stoffe im Wert von rund 500 Euro zur Verfügung.
Unter der Regie der gelernten Schneiderin Steiner wurde also genäht – und das Ergebnis war außerordentlich: kistenweise konnte das BRK jetzt Schühchen, Söckchen, Sets mit Strampler, Hosen und Mützen in den Größen 38 bis 52 sowie Einschlagtücher für Brutkästen an die Kinderintensiv- und Frühgeburtenstation übergeben. Die Freude darüber war riesig: „Wir merken im Gespräch mit Eltern immer wieder, dass es diese Kleidung im Handel kaum gibt. Und Söckchen oder Mützchen wärmen die Kinder natürlich auch“, betonte Tanja Wittmann, Leiterin der Kinderintensiv- und Frühgeburtenstation. Auch Pflegedirektor Thomas Baldauf dankte: „Es ist extrem wichtig, dass wir Frühgeburten in der Region versorgen können. Und wir freuen uns außerordentlich, wenn sich Personen für die Gesundheitsversorgung unserer kleinster Patienten einsetzen, die nicht direkt betroffen sind.“
Mit der ersten Übergabe ist die Spendenaktion jetzt aber noch nicht beendet. „Wir nähen weiter, es macht einfach großen Spaß“, erklärte Steiner, die jetzt mit ihrem Nähteam auch Sets für die erste Zeit daheim anfertigen will.













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