10.09.2018 - 11:24 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Klimakiller sofort stoppen

Für den aktiven Klimaschutz gehen mehrere Weidener Ortsgruppen am Aktionstag "Rise for Climate" auf die Straße und fordern die Politik zum Handeln auf.

Kunterbunt war der Auftritt der Klimaschützer am Samstag vor dem Schülercafé "Scout".
von Helmut KunzProfil

Mit Transparenten, Schildern, selbst gebastelten Windrädern und einer großen gelben Stoffsonne wiesen die Weidener Ortsgruppen von Bund Naturschutz, Greenpeace und ProVeg, Bürgerinitiative gegen atomare Anlagen und der Verein für junge Kunst & Kultur Weiden am Samstag vor dem Schülercafé "Scout" auf die drohende Klimakrise hin. Organisiert wurde die Kundgebung "Weiden für ein enkeltaugliches Klima" von Carolin Schiml vom "Rio Raum". Die Veranstaltung war der Weidener Beitrag zum globalen Aktionstag "Rise for Climate", damit die Klimakiller Kohle, Öl und Gas im Boden bleiben.

Tausende Menschen machten an diesem Tag auf fünf Kontinenten mit kreativen Aktionen auf die wachsenden Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam und forderten ein Ende des fossilen Zeitalters. "In Weiden haben 30 Menschen heute ein starkes Zeichen für echten Klimaschutz gesetzt", sagte Schiml. "Dieses Signal geht auch an RWE und die deutsche Bundesregierung. Diese muss die Rodung des Hambacher Forstes stoppen und den Kohleausstieg sofort einleiten statt die Verantwortung in eine Kommission abzuschieben." Menschen auf der ganzen Welt bekämen jetzt schon die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren. In Berlin rückten Aktionen, wie "brennende Landschaften" und damit der jüngste Waldbrand in Brandenburg in den Fokus. In Essen wurde die Stadt aufgefordert, ihre RWE-Aktien zu verkaufen. In Stade protestierte ein breites Bündnis gegen den Neubau eines Steinkohlekraftwerks.

Die Weidener forderten von der Bundespolitik unter anderem einen Subventionsstopp für fossile Brennstoffe und ein Klimaschutzgesetz für eine Bürger-Energiewende. Das Extremwetter und die jüngsten Warnungen der Wissenschaft vor einer "Heißzeit" zeigten, dass sofort gehandelt werden müsse. "Um die Schöpfung zu bewahren braucht es den Einsatz eines jeden Einzelnen. Es braucht radikale Veränderungen in Wirtschaft und Politik", sagte Schiml.

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