Die Kliniken Nordoberpfalz (KNO) haben im Geschäftsjahr 2025 einen vorläufigen Jahresüberschuss von etwa 816.000 Euro erwirtschaftet. Dies teilte KNO-Vorstand Michael Hoffmann in der Aufsichtsratssitzung am 26. März mit. Im Vorjahr lag das Ergebnis noch bei einem Minus von 11,8 Millionen Euro. Die Prüfung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft läuft derzeit noch, doch zentrale Erkenntnisse ließen sich bereits ableiten, so Hoffmann.
Der kommunale Klinikverbund profitierte laut einer Pressemitteilung unter anderem von nicht notwendigen Rückzahlungen, etwa von erhaltenen Energiehilfen oder ungeplanten Zuschlägen wie dem befristeten Rechnungszuschlag der Bundesregierung. Im Vergleich zum Wirtschaftsplan ist das Ergebnis um 3,2 Millionen Euro besser ausgefallen.
Restrukturierung zeigt Wirkung
„Der operative Geschäftsverlauf ist sicherlich noch nicht dort, wo wir ihn gerne hätten, insbesondere was die Entwicklung der stationären Leistungen angeht“, sagt Hoffmann. „Trotzdem zeigt die Entwicklung, dass die Restrukturierung und die Veränderungen in Tirschenreuth, Erbendorf, Kemnath und Weiden sinnvoll und notwendig waren.“ Hoffmann dankte den Trägern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement.
Gleichzeitig betonte Hoffmann, dass die Verbesserung des Jahresergebnisses nicht bedeutet, dass die KNO AG zukünftig finanziell auf eigenen Beinen stehen könne. Die unzureichende Krankenhausfinanzierung auf Bundesebene und die Erhöhung der Strukturvorgaben machen weitere Unterstützungsleistungen der Träger wahrscheinlich.
Krankenhausreform mit Licht und Schatten
Im Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG), das kürzlich den Bundesrat passiert hat, sieht Hoffmann Licht und Schatten. „Es ist gut, dass sich Bund und Länder zur Gesundheitsversorgung geeinigt haben. Die Hängepartie der vergangenen Jahre war nicht einfach für Unternehmen wie die KNO AG, die trotz unklarer gesetzlicher Rahmenbedingungen ihren Strukturwandel starten mussten. Zugleich steckt auch in der angepassten Reform noch sehr viel Bürokratie. Und die Praxistauglichkeit von neuen Elementen wie der Vorhaltevergütung wird sich erst noch zeigen müssen.“ Laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) schreiben 80 Prozent der deutschen Krankenhäuser rote Zahlen.
Für Michael Hoffmann war es die letzte Aufsichtsratssitzung für die Kliniken Nordoberpfalz. Er verlässt das Unternehmen im Juni nach insgesamt sieben Jahren, zunächst als Sanierungsberater und dann als Vorstand. Aufsichtsratsvorsitzender Jens Meyer, derzeit noch Oberbürgermeister der Stadt Weiden, dankte ihm für sein Engagement in den vergangenen Jahren im Namen des Aufsichtsrats. „Michael Hoffmann ist der Kliniken Nordoberpfalz AG in sehr bewegenden und schwierigen Zeiten zur Seite gestanden. Er hat das Unternehmen stabilisiert und auf einen guten Weg in die Zukunft geführt.“
Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.


















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.