25.01.2019 - 17:56 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kraftakt für Mieter und Mitarbeiter

Die Stadtbau GmbH Weiden geht mit einem prallen Investitionsprogramm ins Jahr 2019. Weidens größtes Wohnungsunternehmen setzt dabei auf Vielfalt und denkt sogar an Bienen.

Das Kinderhaus Kreuz Christi muss "umgedacht" werden. Es soll nun neben Kindergarten und -hort auch einer Kinderkrippe aufnehmen.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Nach langen Diskussionen mit den Gremien der Stadt, die den ursprünglichen Zeitplan kräftig durcheinanderwirbelten, kann die Stadtbau endlich mit dem Bau ihrer neuen Zentrale an der Leibnizstraße - zwischen Parkdeck Naabwiesen und Stadtmühlbach - beginnen. "Wir platzen wirklich aus allen Nöten. Ich brauche Personal, kann aber niemanden mehr einstellen, weil ich nicht weiß, wo ich es unterbringen soll", erklärt Stadtbau-Geschäftsführer Günther Kamm.

Verfügt das Unternehmen derzeit in Stockerhut-Mitte insgesamt über rund 550 Quadratmeter Bürofläche, sollen im zweigeschossigen Neubau dann bereits auf jeder Ebene gut 450 Quadratmeter genutzt werden können. Auf einen Keller wird verzichtet.

Sobald das Wetter passt, beginnen die Gründungsarbeiten. Das Haus werde mit Erdwärme aus acht Tiefbohrungen beheizt. Im Mai soll der Hochbau des von Architekt Sebastian Grundler betreuten Projektes starten. Die Vorplanung und Konzeption der auf 2,5 Millionen Euro veranschlagten neuen Stadtbau-Zentrale lag in den Händen von Christoph Thomas. Im späten Frühjahr 2020 will die Stadtbau in die Leibnizstraße umziehen. "Dieser Standort im Herzen der Stadt eröffnet uns und unseren Kunden neue Möglichkeiten", blickt Kamm voraus.

Sozialer Wohnungsbau

Die Stadtbau wird aber auch ihr "ureigenstes Geschäftsfeld" beackern, nämlich die Schaffung von Wohnraum für Bürger. Im Westen des Stockerhutparks, in Sichtweite der bisherigen Zentrale, wird ein Gebäude im sozialen Wohnungsbau entstehen. Architekt ist auch hier Sebastian Grundler, der auf die Vorbereitung durch Christoph Thomas aufbaut.

Die zwölf Wohnungen, je ein Drittel mit zwei, drei und vier Zimmern, kosten etwa 2,3 Millionen Euro. "Wir hoffen, dass wir hier noch im Spätsommer starten können", betont Kamm, der mit einer Bauzeit von eineinhalb Jahren rechnet.

Kinderhaus Kreuz Christi

Da nach jüngsten Überlegungen der neue Kindergarten von Kreuz Christi nicht nur den Hort, sondern auch eine Kinderkrippe aufnehmen soll, sind die Greiner-Architekten (Neustadt/WN) zu Umplanungen gezwungen. "Wir wollen unseren sozialen Auftrag erfüllen und das Kinderhaus Kreuz Christi in unser Areal integrieren", unterstreicht Kamm. Er hoffe, dass die erweiterte Nutzung auf dem vorgesehenen Baugrundstück (östlich am Stockerhutpark) untergebracht werden kann. "Wir sind dort unser einziger Nachbar." Falls deshalb auf ein aufwendiges Bebauungsplanverfahren verzichtet werden könne, rechne er mit einem Baustart noch in diesem Spätherbst. Das neue Kinderhaus Kreuz Christi ist bisher auf 2,5 Millionen Euro veranschlagt.

Daneben plant die SGW Stadtbau ein stolzes Modernisierungs- und Instandsetzungsprogramm: Rund 100 Wohnungen in der Tulpenstraße 20 bis 20c und Am Ententrat 4 bis 12 erhalten neue Balkone (285 000 Euro). Keller, Fassaden, Balkone und Dächer werden in der Königstraße 10,12 und 14 (560 000 Euro) sowie in der Königsbergerstraße 17 bis 23 (für 1,1 Millionen Euro) saniert. Eine halbe Million Euro ist für "normale Instandhaltung" eingeplant. 2019 greift erstmals das Programm "Wohnung 50+". Mit einer Million Euro werden bei Mieterwechsel die jeweiligen Wohnungen grundlegend saniert und auf Neubaustandard gebracht.

Aufgrund der Sanierungsanstrengungen im Stockerhut wiesen viele Bestandsbauten noch einen hohen Modernisierungsdarf auf, betont Kamm. "Wir haben dafür in den nächsten fünf Jahren 15 Millionen Euro vorgesehen. Wir denken an das Hochhaus am Hammerweg, das sicherlich eine Herausforderung sein wird." Auch am Geier- und Habichtweg seien noch Häuser zu sanieren. "Irgendwann ist dann auch der gesamte Karl-Heilmann-Block zur Sanierung fällig. Die nötigen zehn Millionen müssen wir über mehrere Jahre strecken."

Überaus sympathisch ist eine völlig neue Idee, die eine SGW-Projektgruppe umsetzen will: Die großen Grünflächen der Stadtbau im Hammerweg, in der Mooslohe und im Stockerhut sollen "renaturiert" und in Blumenwiesen verwandelt werden. "Wir denken dabei besonders an Bienen", betont der Geschäftsführer.

Die Stadtbau GmbH Weiden will ab Mai an der Leibnizstraße ihre neues Bürogebäude errichten.
Neue Balkone erhalten in diesem Jahr die Wohnungen hier in den Wohngebäuden Tulpenstraße 20 bis 20c.
Eine umfangreiche energetische Sanierung steht bei den Gebäuden in der Königsbergerstraße 17 bis 23 an. Auch an Balkone ist gedacht.
Wärmedämmung vom Keller bis ins Dach. Die 18 Wohnungen in der Königstraße 10,12 und 14 sollen auch Balkone erhalten.
Umgeben von Bauaufgaben: Stadtbau-Geschäftsführer Günther Kamm.
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