18.07.2018 - 11:06 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kriminalpolizei stellt sich neu auf

Thomas Bauer (Zweiter von rechts) ist Chef der Weidener Kriminalpolizei. Sein neuer Stellvertreter ist Thomas Gallei (links), zugleich neuer Leiter des K 2. Den Kriminaldauerdienst leitet künftig Markus Braun (rechts). Ernst Wager führt das K 11 gegen Cybercrime.
von Christine Ascherl Kontakt Profil

Weiden. (ca) Stühlerücken bei der Kriminalpolizei: Nach dem Ausscheiden von Hans-Peter Widderin den Ruhestand hat das Kommissariat K 2 (Eigentumsdelikte/Wirtschaftskriminalität) einen neuen Leiter. Thomas Gallei(49) hat diese Aufgabe übernommen. Der Erste Kriminalhauptkommissar aus dem Altlandkreis Kemnath war zuletzt Chef des Kriminaldauerdienstes. Den KDD führt künftig der Manteler Markus Braun(54), der die letzten vier Jahre stellvertretender Leiter der Verkehrspolizei Weiden war.

Gallei ist zugleich zum Stellvertreter des Leiters der Kriminalpolizei, KriminaloberratThomas Bauer, ernannt worden. Bereits 1996 bis 2001 war Gallei als Sachbearbeiter im K 2 tätig. Es folgten jeweils mehrere Jahre als Pressesprecher der Direktion, in der Einsatzzentrale und bei der Polizeiinspektion Eschenbach, ehe der zweifache Familienvater endgültig zur Kripo wechselte, zunächst ins Kommissariat Staatsschutz, dann zum KDD. Privat fährt der 49-Jährige gern Rad und ist als zweiter Tenor verlässliche Stütze des Polizeichors.

Sein Nachfolger Braun ist seit über 37 Jahren bei der Polizei, die letzten 21 in Weiden. Als Einsatzleiter in der Einsatzzentrale Weiden kennt der Kriminalhauptkommissar die Situation, schnell weitreichende Entscheidungen treffen zu müssen. Das richtige Bauchgefühl wird ihm beim KDD, der "Feuerwehr der Kriminalpolizei", dienlich sein. Die Kommissare sind als erste am Tatort, ob es nun um Sexual-, Raubdelikte oder Tötungsdelikten geht. Was an dieser Stelle verpasst wird, kann nie mehr eingeholt werden: "Wenn der KDD schlampert, kann die ganze Kripo einpacken", sagt Kripochef Bauer. Der KDD prüft allein jährlich in rund 180 bis 200 Todesfällen, ob ein schuldhaftes Verhalten angelastet werden kann. Privat ist Braun viele Jahre dem runden Leder nachgejagt (für Mantel und den FC Weiden-Ost), dann wechselte er vom Fußballplatz auf den Fahrradsattel. Den Vater von zwei erwachsenen Kindern hat zudem das Reisefieber gepackt: 2017 hat er den Atlantik per Schiff überquert.

Polizeioberrat Bauer konnte auch Ernst Wager (56) gratulieren. Der Leiter des K 11 (Cybercrime und regionale Stelle zur Beweismittelsicherung und Auswertung) ist zum Ersten Kriminalhauptkommissar befördert worden. Das brandneue Kommissariat K 11 (Gründung 2017) befindet sich im Aufbau. Sechs Beamte soll es einmal zählen. Drei sind schon da. Drei folgen noch: Zwei Fachinformatiker werden gerade in einem einjährigen "Crash-Kurs" zum Polizisten ausgebildet, ein Dritter tritt diese Ausbildung im Oktober an.

Wager und sein Team ermitteln beispielsweise bei Computerbetrug oder Datenveränderung. "Wir haben sehr viele Fälle, wo mit gehackten Konten Bezahlungen getätigt werden." Auch Phishing-Mails sind großes Thema, in denen um Bestätigung der Kontodaten gebeten wird: "Noch immer gibt es eine Vielzahl von Leuten, die da sehr unkritisch damit umgehen." Wager (56, drei erwachsene Kinder, ein Enkel) ist in Erbendorf daheim, wo er für die Herren 50 als Mannschaftsführer auf dem Tennisplatz sein Bestes gibt.



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