Weiden in der Oberpfalz
15.02.2026 - 18:28 Uhr

Die Linke will im Wahlkampf-Endspurt auf soziale Themen setzen

Unter dem Motto „Niemanden zurücklassen“ fand Neujahrsempfang der Linken in Weiden mit der Oberbürgermeisterkandidatin Robyn Arnold, dem Landratskandidaten Simon Escher-Herzog und der Bundestagsabgeordneten Sarah Vollath statt.

Beim Neujahrsempfang der Linken spricht Bundestagsabgeordnete Sarah Vollath. Bild: Kunz
Beim Neujahrsempfang der Linken spricht Bundestagsabgeordnete Sarah Vollath.

Die Linke in der Nordoberpfalz will soziale Themen in den Mittelpunkt der Schlussphase des Kommunalwahlkampfs stellen, mit klarer Kritik an bestehenden Strukturen und dem Anspruch, „niemanden zurückzulassen“. Zum politischen Jahresauftakt hatte der Kreisverband Nordoberpfalz ins Parteibüro an der Braunmühlstraße eingeladen. Unter den Gästen war auch die Bundestagsabgeordnete und Landessprecherin der bayerischen Linken, Sarah Vollath. Im Mittelpunkt standen jedoch die kommunalen Kandidierenden: Oberbürgermeisterkandidatin Robyn Arnold und Landratskandidat Simon Escher-Herzog.

Arnold machte gleich zu Beginn deutlich, wohin die Reise aus ihrer Sicht gehen solle. „Die Stadt wird an uns vorbeiverwaltet“, sagte sie und kritisierte eine Politik, die sich hinter leeren Kassen verstecke, während städtische Flächen an Investoren gingen. Wohnen sei ein Menschenrecht, betonte sie, und kündigte an, sich für bezahlbare Mieten, mehr sozialen Wohnungsbau und ein kostenloses Mittagessen in Kitas einzusetzen. „Wir bauen für die Menschen, nicht für die Rendite“, so Arnold. Auch das Thema Energiepreise sprach sie an: In einer reichen Stadt dürfe im Winter niemand frieren.

Simon Escher-Herzog schlug ähnliche Töne an, richtete den Blick jedoch stärker auf den Landkreis. „Die soziale Kälte macht an der Stadtgrenze nicht halt“, erklärte er. Heimat bedeute für ihn verlässliche Daseinsvorsorge, von funktionierenden Krankenhäusern bis zu guter Mobilität im ländlichen Raum. Es könne nicht sein, dass Einrichtungen wie Wirtschaftsunternehmen geführt würden, während Menschen in den Dörfern um ärztliche Versorgung oder Busanbindungen bangten.

Sarah Vollath spannte in ihrem Beitrag den größeren politischen Bogen. Sie sprach von wachsender sozialer Ungleichheit, steigenden Lebenshaltungskosten und zunehmender Unsicherheit. Besonders Altersarmut und niedrige Löhne in sozialen Berufen nannte sie als drängende Probleme.

 
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