Weiden in der Oberpfalz
17.10.2026 - 13:00 Uhr

Live-Stage-Konzert von „Welsner & Konsorten“ begeistert im Kulturbahnhof Parapluie

„Welsner & Konsorten“ begeistern beim „Live-Stage“-Konzert im gut besuchten Kulturbahnhof Parapluie in Weiden. Ein Abend voller aufmerksamer Zuhörer, starken Stimmen und jeder Menge Spielfreude.

„Welsner & Konsorten“ spielten auf der „Live Stage“ im Kulturbahnhof Parapluie in Weiden. Bild: Helmut Kunz
„Welsner & Konsorten“ spielten auf der „Live Stage“ im Kulturbahnhof Parapluie in Weiden.

Es war wieder so ein Abend voller musikalischer Vielfalt, berührender Texte und mitreißender Rhythmen: Beim „Live-Stage“-Konzert am Freitagabend verwandelten „Welsner & Konsorten“ den gut besuchten Kulturbahnhof Parapluie in Weiden in einen Ort für handgemachte Musik und große Gefühle. Das Publikum lauschte aufmerksam, ließ sich von den Songs mitnehmen und konnte sich zwischendurch auf der Tanzfläche bewegen.

Die fünfköpfige Formation rund um den Erlanger Songpoeten Hannes Welsner spannte einen abwechslungsreichen musikalischen Bogen zwischen bekannten Klassikern und eigenen Kompositionen. Mit „She’s the One“ und „Don’t Let Me Down“ standen Songs auf dem Programm, die sofort Wiedererkennungswert besitzen. Besonders schön geriet die Interpretation von „Waterloo Sunset“, jenem zeitlosen Stück der Kinks, das auch an diesem Abend seine ganz eigene Atmosphäre entfaltete.

Doch „Welsner & Konsorten“ wollten sich keineswegs auf gelungene Coverversionen beschränken. Ihre eigenen Stücke zeigten, wie viel Herz, Persönlichkeit und inhaltliche Tiefe in ihrer Musik steckt. Das Liebeslied „Birds and Flowers“ setzte dabei einen gefühlvollen Akzent. Mit „One Man in Power“ nahm die Band zudem politische Entwicklungen und die US-amerikanische Kritik daran ins Visier. Die im Zusammenhang mit den letzten Landtagswahlen gezogenen Parallelen verliehen dem Song zusätzliche Aktualität.

Im Mittelpunkt stand Frontmann Hannes Welsner, der seine Lieder mal mit, mal ohne Gitarre präsentierte. Zwischen intimen, ruhigen Momenten und kraftvolleren Passagen bewies er dabei eine vielseitige Bühnenpräsenz. Unterstützt von seinen vier Mitmusikern entwickelte sich ein dichter Bandsound, der Folk, Pop und Rock miteinander verband, ohne die Geschichten hinter den Liedern aus dem Blick zu verlieren.

Die Stimmung im Parapluie war geprägt von konzentriertem Zuhören und spürbarer Begeisterung. Immer wieder lud der Rhythmus dazu ein, sich nicht nur auf die Musik einzulassen, sondern sich auch mitzubewegen. So gelang der Band die Mischung aus musikalischem Anspruch und unmittelbarer Unterhaltung. Am Ende blieb der Eindruck eines Konzertabends, der mehr bot als eine Reihe guter Songs: „Welsner & Konsorten“ überzeugten mit handwerklichem Können, eigener musikalischer Handschrift und spürbarer Leidenschaft.

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