27.07.2018 - 10:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

„Lokführerin“ geht in den Ruhestand

Der Zug ist abgefahren: Schulamtsdirektorin Christine Söllner verabschiedet Rektorin Evelyn Dineiger an der Albert-Schweitzer-Grundschule Weiden.

Mit guten Wünschen für den Ruhestand und Blumen verabschiedet die Albert-Schweitzer-Grundschule ihre Rektorin Evelyn Dineiger. Mit dabei von links Stadtpfarrer Gerhard Pausch, OB Kurt Seggewiß und Ehemann Bernd Dineiger und von rechts Konrektorin Martina Werner, Ursula Barrois (Initiative), Michael Nickl und Bärbel Troidl-Heyder vom Rotary-Club Max-Reger und Schulamtsdirektorin Christine Söllner.
von Autor rdoProfil

(rdo) Es hieß Adieu zu sagen zu einer verdienten Pädagogin, die mehr als ihre Pflicht erledigt habe. Zurück bleibe die Crew der Lehrer und Schüler als Fahrgäste, die ihre Lokführerin verabschiedeten. Die Schulgemeinschaft der Albert-Schweitzer-Schule, das Schulamt, die Beratungsrektoren der Regierung und die Stadt Weiden gaben Rektorin Evelyne Dineiger die besten Wünsche mit auf den Weg in den Ruhestand. Konrektorin Martina Werner nannte als Motto der Abschiedsfeier in der Turnhalle „Zusammen“. Ein einfaches Wort, das die Zeit mit Dineiger charakterisiere. Sie sei als Teil der Schule immer für andere dagewesen und Vorbild für Lehrer und Schüler. Als Multiplikatorin war die 65-Jährige auch stets „Überzeugungstäterin“ in der Schulentwicklung.

Die schulischen Stationen von Dineiger zeigte Schulamtsdirektorin Christine Söllner auf, beginnend beim Referendariat 1974 an der Gerhardinger-Schule. Weiter ging es an der Rehbühlschule, 12 Jahre Hammerwegschule, 2002 bis 2006 Konrektorin Albert-Schweitzer-Schule und Rektorin für zwei Jahre an der Grundschule Etzenricht. Die Fahrt als Rektorin an der Albert-Schweitzer-Schule begann 2008. Sie habe alle Herausforderung mit Herz und Verstand gemeistert. "Das bekommen wir schon hin“ sei ihr Spruch gewesen. Sie habe ihren Beruf als Berufung gesehen, lobte Söllner. „Nach über 40 Jahren Fahrt im Schulbetrieb übergibt sie nicht eine Bimmelbahn, sondern einen Intercity-Zug, der mit einem schulentwicklerischen Rundumpaket ausgestattet ist. Wir lassen dich nur ungern ziehen,“ gab die Schulamtsdirektorin zu. Als Nachfolgerin kommt Andrea Froehler an die Schule.

Als Sachaufwandsträger der Stadt Weiden lobte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß die Weiterentwicklung der Schule im Stadtteil Stockerhut mit Integration und Inklusion. Die Rektorin war wichtige Beraterin für viele Entscheidungen und wurde dem Leitspruch Albert Schweizers gerecht. 44 Dienstjahre sprächen für sich und unzählige von Schülern begleitete sie auf dem richtigen Weg. Mit der Mitwirkung am Raumbedarfsplan stellte Dineiger die Weichen für die Schulsanierung und die Erweiterung mit einer Mensa. Der Dank galt auch Ehemann Bernd Dineiger.

Die Schüler aller Klassen lockerten die Feier mit Theater-, Tanz- und Musikeinlagen auf, unter anderem mit den Liedern „Das ist wirklich allerhand - die Rektorin geht in den Ruhestand“ sowie „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“. Sie übergaben Geschenke und gute Wünsche an ihre Rektorin. Der Lehrerchor sang „Geh mit Gottes Segen“ und die Pädagogen bedankten sich mit einem großen Blumenstrauß und einem Gutschein.

Sabine Weiß als Vorsitzende des Elternbeirates und des Fördervereins sagte herzlichen Dank für die immer gute Zusammenarbeit. Von der Initiative nannte Ursula Barrois den Tag der Ernte, denn es wurde gepflanzt, geackert und mit Weitblick Projekte der sozialen Stadt gestaltet. Stadtpfarrer Gerhard Pausch von Herz Jesu sagte „Vergelt’s Gott“ für die Gottesdienste und die Kommunionfeiern.

Der Rotary-Club Max Reger, vertreten durch Bärbel Troidl-Heyder und Michael Nickl, fand stets ein offenes Ohr bei der Rektorin, der als Kooperationspartner Erlebnispädagogik sowie Übertrittförderung finanzierte und Vorlesestunden durch Mitglieder abhielt.

Sichtlich gerührt dankte Dineiger mit einem Gedicht ihrem Kollegium, den über 220 Schülern, Ehrengästen und den Kooperationspartnern.

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