Das sind etwa die beiden Esso-Tankstellen an der Regensburger- und der Friedrich-Ebert-Straße. Hier kostet die Luft für den Reifen Geld – und zwar schon länger. Der Konzern Esso sorgte bereits 2016 für Aufsehen, als er für die Veränderung des Luftdrucks einen Euro verlangte. Stephan Voigt von der Pressestelle in Hamburg erklärt: „Viele unserer älteren Geräte waren defekt oder wurden gestohlen. Darum entstand die Idee, moderne Automaten anzumieten. Miete, Wartung und Eichung verursachen Kosten. Unser Kunde kann für einen Euro sechs Minuten lang den Reifendruck verändern und sein Auto staubsaugen.“ Heute ist der Reifendruckservice extern ausgelagert. Zu Beschwerden oder einer verminderten Nachfrage durch den Obolus, hat Voigt keine Informationen.
Auch bei Deglmann Energie kostet das Messen des Reifenluftdrucks. Seit Sommer 2018 wird ein Euro verlangt. Geschäftsführer Christian Flieger beschreibt die Gründe für die Maßnahme: „Wir haben top moderne Geräte angemietet. Für die entstehenden Kosten für Betrieb und Instandhaltung verlangen wir einen Euro. Inhaber unserer Kundenkarte bekommen diese erstattet.“ Einen Rückgang der Nutzung seit der Einführung könne er nicht feststellen, und aufgrund der Kostenerstattung bei Stammkunden seien Beschwerden ausgeblieben.
Eine Nachfrage bei weiteren Tankstellen im Stadtgebiet, in Vohenstrauß sowie im westlichen Teil des Landkreises wie Grafenwöhr ergab: Keine weitere der angefragten Tankstellen plant, Geld für Luftdruckmessungen zu verlangen. Ein Tankstellenbetreiber meint: „Ein bisschen Service muss doch noch sein.“













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