Weiden in der Oberpfalz
10.11.2019 - 09:23 Uhr

Medizinisches Forum zu Herzerkrankungen

Im vollen Gustav-von-Schlör-Saal der Max-Reger-Halle fand zum 36. Mal das Medizinische Forum der Medizinischen Klinik II am Klinikum Weiden zusammen mit den Ärztlichen Kreisverbänden Weiden, Neustadt, Tirschenreuth und Schwandorf statt.

Experten unter sich (von links): Oberärztin MUDr. Jana Kropacek, Professor Robert H.G. Schwinger, Chefarzt der Medizinischen Klinik II, und Professor Andrea Bäßler, Leiterin der Lipidambulanz des Universitätsklinikums Regensburg. Bild: Kliniken Nordoberpfalz AG, Michael Reindl
Experten unter sich (von links): Oberärztin MUDr. Jana Kropacek, Professor Robert H.G. Schwinger, Chefarzt der Medizinischen Klinik II, und Professor Andrea Bäßler, Leiterin der Lipidambulanz des Universitätsklinikums Regensburg.

Andrea Bäßler, Leiterin der Lipidambulanz an der Universitätsklinik Regensburg, berichtete über neue Risikofaktoren für eine koronare Herzerkrankung. Neben dem "schlechten Cholesterin", dem LDL-Cholesterin, gebe es eine spezielle Unterfraktion, das sogenannte Lp(a), welches genetisch vorbestimmt ist. Wie das schlechte Cholesterin korreliere es konzentrationsabhängig mit dem Auftreten von Herzinfarkt. Das in vieler Munde "gute Cholesterin" HDL gebe es nicht, es habe keinen Bezug zum Auftreten von atherogenen Risikofaktoren, so Bäßler. Zukünftig, wahrscheinlich nächstes Jahr, werde eine Studie weltweit durchgeführt, um mit einem Antikörper bei Hochrisikopatienten Lp(a) zu senken.

Große Aufmerksamkeit fand die Vorstellung aktueller Daten zur interventionellen Behandlung der Undichtigkeit der Mitralklappe (Mitralinsuffizienz) durch Oberärztin Jana Kropacek vom Klinikum Weiden. Sie wies darauf hin, dass bei hochgradiger Undichtigkeit der Klappe und noch weitgehend erhaltener Pumpfunktion ein interventionelles Verfahren dann durchgeführt werden sollte, wenn ein hohes oder sehr hohes Risiko für eine Herzoperation vorliegt. Den Abschluss bildete Robert H.G. Schwinger mit aktuellen Daten aus dem Kongress der "European Society of Cardiology", in dem er neue Medikamente zur Therapie der Herzinsuffizienz, aber auch zur Blutverdünnung bei Vorhofflimmern vorstellte.

 
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