Andrea Bäßler, Leiterin der Lipidambulanz an der Universitätsklinik Regensburg, berichtete über neue Risikofaktoren für eine koronare Herzerkrankung. Neben dem "schlechten Cholesterin", dem LDL-Cholesterin, gebe es eine spezielle Unterfraktion, das sogenannte Lp(a), welches genetisch vorbestimmt ist. Wie das schlechte Cholesterin korreliere es konzentrationsabhängig mit dem Auftreten von Herzinfarkt. Das in vieler Munde "gute Cholesterin" HDL gebe es nicht, es habe keinen Bezug zum Auftreten von atherogenen Risikofaktoren, so Bäßler. Zukünftig, wahrscheinlich nächstes Jahr, werde eine Studie weltweit durchgeführt, um mit einem Antikörper bei Hochrisikopatienten Lp(a) zu senken.
Große Aufmerksamkeit fand die Vorstellung aktueller Daten zur interventionellen Behandlung der Undichtigkeit der Mitralklappe (Mitralinsuffizienz) durch Oberärztin Jana Kropacek vom Klinikum Weiden. Sie wies darauf hin, dass bei hochgradiger Undichtigkeit der Klappe und noch weitgehend erhaltener Pumpfunktion ein interventionelles Verfahren dann durchgeführt werden sollte, wenn ein hohes oder sehr hohes Risiko für eine Herzoperation vorliegt. Den Abschluss bildete Robert H.G. Schwinger mit aktuellen Daten aus dem Kongress der "European Society of Cardiology", in dem er neue Medikamente zur Therapie der Herzinsuffizienz, aber auch zur Blutverdünnung bei Vorhofflimmern vorstellte.













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