(hcz) Bisher stemmten Helga und Josef Gebhardt einen Großteil der anfallenden Tätigkeiten auf dem Gelände hinterm Rehbühl selbst, insbesondere den Erdaushub und alle mit den Tierbestattungen zusammenhängenden Arbeiten.
Dafür werden künftig mehrere Personen verantwortlich sein: Die Geländepflege und die Begräbnisarbeiten werden an einen bezahlten Arbeiter vergeben. Tierbestattungen begleitet Doris Wiederer. Die schriftlichen Verwaltungsarbeiten dazu übernimmt Romina Fiala. Somit ist Fördervereins- Vorsitzender Gebhardt wenigstens davon entlastet.
Gebhardt nochmals Vorsitz
Bei den Neuwahlen übernahm Stadtrat Gebhardt, der sich ursprünglich aus allen Ämtern zurück ziehen wollte, doch noch einmal den Vorsitz, da sich, trotz Gründung einer Arbeitsgruppe, niemand dafür gefunden hatte. Gebhardt führt weitere zwei Jahre den Verein mit 225 Mitgliedern, der schuldenfrei ist. Die Organisation hat aus dem 4000 Quadratmeter großen, verwilderten Areal eine park-ähnliche Natur-Oase gemacht. Das Ziel ist es, in wenigen Jahren das von der Stadt gepachtete Gelände zu kaufen. Außerdem werde es einige Änderungen bei den Mitgliedsbeiträgen und leichte Erhöhungen bei den Grabgebühren geben, kündigte Gebhardt bei der Versammlung an.
Klage beim Bundesgericht
Am Herzen liegt ihm auch, dass dem Tierfriedhof endlich vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit zuerkannt wird. Bisher sei nach der Rechtslage ein "totes Tier nichts Schutzwürdiges mehr". Tierfriedhöfe seien also nichts anderes als "Tierkörperbeseitigungseinrichtungen". Nachdem sich die Einstellung der Gesellschaft in den letzten Jahren dazu geändert hat, will der Vorsitzende dies nicht länger hinnehmen und unter Umständen bis zum Bundesgerichtshof klagen.
Doris Wiederer und Klaus Meier übernahmen die Stellvertreter-Posten. Britt Kossack blieb weiterhin Kassenverwalterin, Schriftführerin Romina Fiala. Kerstin Schwarz, bisher zweite Vorsitzende, bekam Norbert Griesbachers "Schwammerlbuch" zum Dank für ihre langjährige aktive Mitarbeit. Sie wirkt aber weiterhin zusammen mit Renate Conrad, Waldemar Reil, Karin Stauber, Dieter Schuster, Torsten Schwarz, sowie Margareta und Bernhard Czichon als Beisitzer mit. Neu als Beisitzer wurden Hans Forster, Helvi Lorenz, Bernhard Maywald und Roland Melzer gewählt. Kassenprüfer sind künftig Horst Fuchs und Max Leberkern. Stadtrat Forster (CSU) würdigte den Tierfriedhof als "botanischen Garten", weshalb die Aufnahme von "Natur- und Tierschutz, sowie Erhaltung von Lebensbereichen für Insekten" in die satzungsgemäßen Vereinsziele durchaus berechtigt sei.













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