12.11.2021 - 15:33 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Meinung: Alle Weidener werden mehr zahlen müssen

Die Finanzlage der Stadt Weiden ist angespannter denn je. Der Stadtrat wird um unpopuläre Entscheidungen kaum herumkommen, schätzt Friedrich Peterhans.

Die Kasse der Stadt Weiden leert sich unaufhörlich. Nun kommt die Streichung der Stabilisierungshilfe dazu.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Das Adjektiv pleite nimmt im Rathaus niemand öffentlich in den Mund, aber die Finanzlage der Stadt kommt der Sache ziemlich nahe. Auch wenn für hohe Baupreise und nötige Schulsanierungen kein Stadtrat etwas kann, wundert es doch, dass noch im Wahlkampf 2020 über Projekte wie einen geöffneten Stadtbach in der Fußgängerzone oder ein Kulturzentrum in der alten Feuerwache gesprochen wurde.

Da neue Gewerbesteuerzahler nach dem Aus von West IV nicht von heute auf morgen zur Verfügung stehen, wird wahrscheinlich bald ein Katalog der Grausamkeiten auf den Tisch kommen, der schon einmal für Empörung gesorgt hat: höhere Hallennutzungsgebühren, Ausleihgebühren in der Regionalbibliothek, höhere Grund- und Gewerbesteuersätze, mehr Eintritt in der Thermenwelt oder die eine oder andere Schulschließung.

Die Proteste dürften nicht lange auf sich warten lassen. Daher ist es verständlich, dass Stadträte diese Themen mit spitzen Fingern anfassen. Aber irgendeine Entscheidung muss fallen. Und Bürger, die reflexhaft aufschreien, sollten sich vor Augen halten, dass mit 50 Cent mehr Eintritt in einem Bad kein Luxus, sondern auch Spielraum für die Reparatur eines undichten Schuldachs finanziert wird.

Die Nöte von Weidens Kämmerin Cornelia Taubmann

Weiden in der Oberpfalz

 

 

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