11.09.2018 - 16:08 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Mooslohstraße bleibt Buckelpiste

Einem Fleckerlteppich gleicht die Mooslohstraße. Mit einer neuen Deckschicht will die CSU 2019 Abhilfe schaffen. Doch die Stadtverwaltung bittet um Geduld. Um viel Geduld. Vor 2025 geht da wohl nichts.

von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Zumindest Sekundenschlaf am Steuer ist hier völlig ausgeschlossen. Wenn der Autofahrer nicht gerade vor einer Baustelle wartet, rüttelt es ihn auf der Fahrt durch die Mooslohstraße ordentlich durch. Zwischen Prößl- und Tulpenstraße holpert der Wagen über Kanten und Hügelchen, über eine Buckelpiste, einen Fleckerlteppich. Die Stadtverwaltung bestätigt: Aufgrund der "zahlreichen Aufgrabungen und des nicht frostsicheren Aufbaus" seien Schäden "in Form von Rissen, Setzungen und Ausbrüchen" festzustellen.

Abhilfe will die CSU-Fraktion schaffen - 2019, wenn alle neuen Bushaltebuchten und Querungshilfen fertig sind. Sie beantragte, die Kosten für eine "neue Deckschicht auf der gesamten Mooslohstraße" zu ermitteln. Mit dem Anliegen beschäftigt sich der Bauausschuss am Donnerstag, 13. September. Einstweilen fällt die Antwort der Verwaltung ernüchternd aus: Vor 2025 wird das wohl nichts. Zudem wäre die Maßnahme nicht gerade billig. Erforderlich wäre eigentlich ein umfassender frostsicherer Ausbau, der rund 2,8 Millionen Euro kosten würde.

Auch die teils sanierungsbedürftigen Randeinfassungen müssten erneuert werden, heißt es weiter im Vorlagebericht zur Sitzung. Und: "Eine im Antrag angedachte komplette Instandsetzung in einem Jahr ist sowohl finanziell (u. a. zahlreiche andere Instandsetzungsprojekte stadtweit) als auch insbesondere bau- (zahlreiche Vorarbeiten insbesondere im Randbereich, Schadensbeseitigung in Teilbereichen, noch ausstehende Maßnahmen Stadtwerke) sowie verkehrstechnisch (u. a. Sperrungen, Umleitungen) nicht zu empfehlen." Die Verwaltung schlägt eine weniger aufwendige "Instandsetzungsmethode" für nur etwa 600 000 Euro vor. Mittelfristig könnten danach wieder "kleinere Schäden auftreten".

Zu diesem Zeitpunkt allerdings dürften wir schon in den 2030er Jahren sein. Für heuer seien für die Instandsetzung zwischen Peuerl- und Tulpenstraße zwar bereits 70 000 Euro eingeplant worden, doch die seien für die Asphaltierung von Teilbereichen beim neuen Fahrbahnteiler sowie zwischen Gladiolenweg bis Schweinenaab verwendet worden. Eine zügigere, umfassende Instandsetzung scheitert an den Vorhaben der Stadtwerke. Die wollen weitere Abschnitte des Kanals erneuern: ab 2019 zwischen Gladiolenweg und Flurstraße, ab 2021 bis zur Rehbühlstraße sowie ab 2025 zwischen Tulpenstraße und Zum Sauerbach. "In diesem Zuge wird auch geprüft, ob die alten Gas- und Wasserleitungen erneuert werden". Erst danach sei in den genannten Bereichen eine Erneuerung der gesamten Asphaltdeckschicht sinnvoll. Für die Zeit ab 2028 sei zwischen Behaim- und Hohenstaufenstraße eine Kanalerneuerung angedacht.

Die Sitzung des Bauausschusses beginnt am Donnerstag um 14.30 Uhr im Neuen Rathaus.

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