10.05.2019 - 17:47 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Neue Rutsche im Schätzlerbad: Extrem, schnell, nass

Fast senkrecht scheint die Röhre im Nichts zu verschwinden. Der erste Blick über die Kante der Rutsche flößt mir ein bisschen Respekt ein. Doch kneifen gilt nicht. Ich stoße mich ab - und fliege.

Aus neun Metern Höhe führt die neue Free-Fall-Rutsche im Schätzlerbad in die Tiefe. Der Name ist Programm. Wer rutscht, hat für einen kurzen Augenblick das Gefühl abzuheben.
von Michaela Lowak Kontakt Profil
Redakteurin Michaela Lowak hat Spaß, die Kids sicherlich auch.
Adrenalin pur: Hier geht's die neue Free-Fall-Rutsche im Schätzlerbad steil runter.
Wintermantel und Badeschlappen - auch wenn am Freitag die Sonne scheint, ist es mit 12 Grad am Vormittag nicht wirklich warm.
Test bestanden: Auch Schwimmvereinsvorsitzende Ilona Forster (rechts) und Rutschenbauer Egon Giesl (links) freuen sich mit Michaela Lowak, dass die neue Attraktion im Schätzlerbad so gut ankommt.

Das Schätzlerbad hat eine neue Attraktion. Eine breite Wellenrutsche und eine Free-Fall-Röhre versprechen jede Menge Spaß. Ich darf heute schon rutschen. Ilona Forster, Vorsitzende des Schwimmvereins, und Egon Giesl, Planer und Erbauer der Rutsche, erwarten mich schon. Das Thermometer am Eingang des Bades zeigt an diesem Vormittag 12 Grad Celsius an. Es scheint zwar die Sonne, doch ein kalter Wind pfeift über die Becken.

Neun Meter ragt der große Rutschenturm in die Höhe und ist schon vom Eingang aus zu sehen. Die neue Anlage steht zwischen Wellenbad und Schwimmerbecken. Noch vor ein paar Wochen war das Gelände Baustelle, doch davon ist dank frisch verlegtem Rollrasen nichts mehr zu sehen.

Die beiden Rutschen könnten unterschiedlicher nicht sein. Nur nach wenigen Stufen ist der Einstieg in die kleine Wellenrutsche erreicht. 23 Meter lang und 3 Meter breit, bietet sie Rutschvergnügen für die ganze Familie. Hier muss niemand Angst haben, dass es zu schnell geht. Auch die Kleinen haben hier viel Spaß. Ich rutsche zum ersten Mal mit einem Selfiestab in der Hand. Die Kamera unseres Videomanns Christian Gold ist zum Glück wasserfest.

Wer mehr will, muss die Wendeltreppe weiter nach oben steigen. "Ich kann mir vorstellen, dass so manch einer wieder umkehrt, weil es ihm zu hoch ist", vermutet Rutschenbauer Giesl. In neun Metern Höhe blicke ich zunächst mal ins Nichts. Dann luge ich vorsichtig über die Kante. Die Rutsche scheint senkrecht nach unten zu führen. So sieht's wenigstens aus. Doch es sind immerhin 15 Grad, wie Ilona Forster informiert. Wer oben steht, sollte nicht lange mit sich hadern und losrutschen. Wow, ich hebe ab. Egon Giesl hat nicht zuviel versprochen. Doch bevor ich an dem Gedanken Gefallen finde, bremst mich das Wasser im Auslauf und holt mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Nach knapp 20 Minuten ist der Rutschenspaß für mich heute beendet. Ich bin froh, dass ich wieder in meinen Wintermantel schlüpfen darf. Das Wasser, das auf die Rutschbahnen gepumpt wird, hat am Freitagvormittag gerade mal 14 Grad. Wenn das "Schätzler" am 15. Mai eröffnet, dürfte das Wasser um einiges wärmer sein - die Becken werden bis dahin noch aufgeheizt. Mein Tipp: Unbedingt ausprobieren.

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