07.01.2020 - 14:45 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Neue Sicherheitswacht für Neustadt: Weiden und Waldsassen stocken auf

Die Polizeiinspektion Neustadt betritt mit der Einrichtung Neuland. Im Raum Weiden und Waldsassen dagegen soll die bereits bestehende Sicherheitswacht aufgestockt werden. Gesucht werden dafür geeignete Bürger.

Als Ansprechpartner für Bürger geben die Männer und Frauen von der Sicherheitswacht Ortsunkundigen gerne auch mal Auskunft über den richtigen Weg.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Die bayerische Staatsregierung hat das Ziel vorgegeben, die Anzahl der Personen in der Sicherheitswacht zu erhöhen, erklärt der Weidener Polizeipressesprecher Thomas Fritsch. Die Polizeiinspektionen in Neustadt, Weiden und Waldsassen wollen das nun gemeinsam umsetzen. Vor allem, weil der Ausbildungsaufwand doch recht beträchtlich ist. Immerhin 30 Unterrichtsstunden kommen auf die Interessenten zu.

Auf mindestens sechs Männer und Frauen, die für die Aufgaben der Sicherheitswacht geeignet sind, hofft Erster Polizeihauptkommissar Hermann Weiß. Der Leiter der Polizeiinspektion Neustadt/WN möchte die Kräfte vor allem in Neustadt, Floß, Flossenbürg und Windischeschenbach einsetzen. "Auch Leute aus diesen Kommunen können sich deshalb gerne melden", betont er. Spezielle Brennpunkte gebe es aktuell nicht.

Geplant sei der Einsatz der Sicherheitswacht bei Veranstaltungen, aber auch für Kontrollgänge in der jeweiligen Ortsmitte oder in Wohngebieten, um Einbrüchen vorzubeugen. "Die Sicherheitwacht könnte auch mal eine Runde in der Gedenkstätte in Flossenbürg drehen, wenn der zuständige Kontaktbeamte nicht da ist." Weiß hofft auf möglichst viele Bewerbungen. "Die werden wir dann zu einer Informationsveranstaltung einladen, bevor die Schulung beginnt."

Von vier auf zehn Personen aufstocken möchte die Polizeiinspektion Waldsassen ihre Sicherheitswacht, berichtet stellvertretender Dienststellenleiter Georg Ziegler. "Sie sind das Bindeglied zwischen Bevölkerung und Polizei, werden aber leider noch häufig mit Parksheriffs verwechselt oder dem Ordnungsdienst von Kommunen." Die Frauen und Männer sollen Ansprechpartner für die Bürger sein und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken. "Natürlich müssen die Bewerber für diese Aufgabe geeignet sein", betont Ziegler.

Im Raum Waldsassen ist der Einsatz im gesamten Dienstbereich der Inspektion vorgesehen. Das heißt in Waldsassen, in Bad Neualbenreuth, Konnersreuth, Mitterteich, Pechbrunn und Leonberg, zählt der Polzeihauptkommissar auf. "Je nach aktuellem Schwerpunkt." Gerade in den vergangenen Wochen hat eine Serie von - in erster Linie versuchten - Einbrüchen in Keller oder Gartenhäuser die Polizei im Bereich Waldsassen auf Trab gehalten.

Die Sicherheitswacht darf allerdings keine Polizeiarbeit übernehmen. "Sie dürfen Personalien feststellen, aber alles weitere macht die Polizei", sagt Ziegler. "Bürger können der Sicherheitswacht außerdem Hinweise auf verdächtige Wahrnehmungen geben."

Die Weidener Inspektion verfügt derzeit über elf Angehörige der Sicherheitswacht. Angepeilt sind laut Pressesprecher Fritsch 15 bis 17 Personen. Der Einsatz erfolgt vor allem im Innenstadtbereich, sprich: Fußgängerzone, ZOB, Max-Reger-Park. Außerdem bei Frühlingsfest, Volksfest und Bürgerfest sowie in den Sommermonaten im Stadtbad. "Die meisten sind ja berufstätig", sagt Fritsch. Deshalb würden die Kontrollgänge vor allem in den Spätnachmittag- und frühen Abendstunden angesetzt.

Wer Interesse an dieser verantwortungsvollen Aufgabe hat, kann sich an die Polizeiinspektion Neustadt/WN wenden (Telefon 09602/94020), an die Polizeiinspektion Waldsassen (Telefon 09632/8490) oder an die Polizeiinspektion Weiden (Telefon 0961/401350).

Voraussetzungen für den Dienst in der Sicherheitswacht:

Mindestalter ist 18 Jahre

Wer sich als Mitglied der Sicherheitswacht bewerben möchte, muss folgende Voraussetzungen erfüllen: Er muss mindestens 18 Jahre alt sein. Das Höchstalter für Bewerber ist 62 Jahre. Interessenten sollten laut Polizeipressesprecher Thomas Fritsch Interesse am Umgang mit Menschen haben, zuverlässig sein und gerne soziale Verantwortung übernehmen. Vorausgesetzt wird außerdem eine abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung.

Die Ausbildung umfasst 30 Stunden. Anschließend ist mit einem Zeitaufwand von etwa fünf Stunden im Monat zu rechnen. Die Aufwandsentschädigung für Angehörige der Sicherheitswacht beträgt 8 Euro pro Stunde.

Nähere Hinweise und ein Film über die Bayerische Sicherheitswacht findet sich unter www.polizei.bayern.de/wir/sicherheitswacht/index.html/295283.

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