16.07.2018 - 11:55 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Nichts als Worte?

Ein Dieb stiehlt auf dem Wochenmarkt alle Wörter, die zum guten Zusammenleben wichtig sind. Was tun? Die Händlerin der Worte lässt sich nicht entmutigen, die noch vorhandenen Wörter anzupreisen. Das kommt gut an.

Da geht es schon mal turbulent zu, wenn die Händlerin der Worte durch das Publikum fegt.
von Wolfgang Fuchs Kontakt Profil

(fuw) "Die Händlerin" Anja Ruprecht singt, preist Worte an, fegt ihren Marktstand, stolpert - Buchstaben aller Sprachen der Welt füllen ihre Auslage, bunte Wörter hängen herab: Worte der Höflichkeit, Fremdwörter, Worte, die verletzen können. Die Kinder sitzen im Halbkreis um sie herum, lachen und fühlen mit ihr: "Mama" sei doch ein schönes Wort, oder? fragt die Schauspielerin. Die einhellige Antwort: "Jaaaaaaaaa."

In der Turnhalle der Clausnitzerschule wurde am Donnerstag das Stück "Die Händlerin der Worte und die gestohlenen Wörter" aufgeführt. 158 Erst- bis Viertklässler aus sieben Schulklassen sahen zu. Dieses Theaterstück über den Gebrauch von Wörtern im Alltag wurde von Claude Theil geschrieben und 1999 in Frankreich unter dem Titel "La marchande de mots" uraufgeführt. Seit 2005 spielt es die Nimmerland-Theaterproduktion in einer Übersetzung von Thomas Lange - je nach Ort der Aufführung wechseln die Schauspielerinnen.

Einmal pro Schuljahr finde an der Clausnitzerschule ein Theaterstück für die Schüler statt, "immer mit Bezug zum Unterricht", erklärt Rektorin Silvia Bäumler. Das komme gut an, auch weil die Schüler sehr nah am Geschehen dran seien. Finanziert wird das Ganze vom "Förderverein Freunde der Clausnitzerschule".

Als Händlerin der Worte unterhält Anja Ruprecht die Clausnitzerschüler.

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