31.05.2019 - 14:41 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Nofi-Lauf-Väter gehen

Der Nordoberpfälzer Firmenlauf ist seit einem Jahrzehnt eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Zwei Männer sind dafür mitverantwortlich. Nun machen sie als Organisatoren Schluss, haben aber auch eine gute Nachricht.

Für Martin Neuhaus (rechts) und Norbert Tannhäuser ist der Nordoberpfälzer Firmenlauf eine Herzensangelegenheit. Nun hören sie aber als Hauptorganisatoren auf.
von Thorsten Schreiber Kontakt Profil

Martin Neuhaus und Norbert Tannhäuser vom Klinikum sind mit Michael Ascherl von Oberpfalz-Medien die Väter des Nofi-Laufs. Sie haben die Veranstaltung 2010 ins Leben gerufen. Im Interview sprechen Neuhaus und Tannhäuser über das Ende ihres Engagements und wie es weitergeht.

ONETZ: Warum hören Sie auf?

Norbert Tannhäuser: Es war zehn Jahre eine tolle Veranstaltung, wir haben etwas geschaffen. Jetzt ist es Zeit, andere ans Ruder zu lassen und etwas Neues zu machen. Es hängt viel dran, es ist eine große Verantwortung. Und auch für die Familie ist die Belastung sehr groß.
Martin Neuhaus: Wir machen das dann jetzt schon das elfte Jahr. Das wächst einem natürlich ans Herz. Das abzugeben ist wie ein Kind zur Adoption freizugeben. Aber alles hat seine Zeit. Das Zepter weiterzugeben, fällt zwar schwer, aber berufliche und familiäre Gründe geben letztendlich den Ausschlag.

ONETZ: Wer folgt Ihnen als Organisatoren nach?

Tannhäuser: Es hat Gespräche gegeben, die Personen sind aber noch nicht bekannt. Es hören ja mehrere im Team auf.
Neuhaus: Wir haben aber ein paar Personen im Auge. Die Kliniken und Oberpfalz-Medien führen den Nofi-Lauf weiter. Diese Wahnsinnsveranstaltung muss weitergehen.

ONETZ: Waren Sie bisher nur Zuschauer und laufen Sie nächstes Jahr in Tirschenreuth selber mit?

Neuhaus: Zuschauer. Ich werde aber in Tirschenreuth an den Start gehen, um das einmal aus der anderen Perspektive zu sehen. Für mich ist das dann eine Premiere, und ich habe ein ehrgeiziges Ziel: Ich möchte bei den Chefs den ersten Platz machen.
Tannhäuser: Ich war nur Zuschauer, werde aber in Tirschenreuth aus gesundheitlichen Gründen nicht mitlaufen.

ONETZ: Welche Bilanz des diesjährigen Nofi-Laufs ziehen Sie?

Neuhaus: Eine absolut positive. Von der Stadt erhielten wir großes Lob für die Organisation, wir sind aber auch eine erfahrene Truppe. Wir haben ja alles lahmgelegt, aber dank der großzügigen Sperrungen hat alles geklappt. Allerdings kann man den Müllabtransport noch verbessern.

Das war der Nofi-Lauf 2019

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ONETZ: Anscheinend gab es nach dem Lauf zu wenig Verpflegung für die Läufer. Was ist da schiefgelaufen?

Neuhaus: Das Chili con carne ist uns ausgegangen. Der Grund war, dass wir größere Teller hatten als sonst. Da hat das Doppelte reingepasst, und die Ausgeber haben entsprechend aufgeladen. Bis wir reagieren konnten, war es fast schon zu spät, wir haben dann mit Hochdruck nachgekocht. Aber die, die etwas gekriegt haben, haben das Doppelte bekommen. Dafür hat aber die Getränkeversorgung geklappt.

ONETZ: Wie haben die Teilnehmer den neuen Festplatz angenommen?

Neuhaus: Von den Rückmeldungen, die wir bekommen haben, sehr gut. Wir konnten alles großzügig gestalten, der Ablauf war gut, beispielsweise bei der Shirt-Ausgabe.

ONETZ: Wie sieht Ihr persönliches Resümee nach elf Jahren als Organisatoren aus?

Tannhäuser: Sehr positiv. Wir haben ja klein mit 2000 Teilnehmern angefangen, jetzt sind es fast 8000. Wir haben etwas bewegt. Daher möchte ich an dieser Stelle auch einmal Danke sagen: vor allem an die vielen Helfer, aber natürlich auch an die Läufer. Es braucht ja auch welche, die das annehmen. Ich freue mich, dass wir das so gestalten konnten und dass das so gut angenommen wurde. Es ist einfach toll, dass wir für die Nordoberpfalz so etwas geschaffen haben.
Neuhaus: Man ist ein Stück weit stolz. Wir haben etwas Nachhaltiges geschaffen, der Nofi-Lauf ist wie ein Markenname. Und wir haben vermutlich den größten Inklusionslauf in der nördlichen Oberpfalz. Es gibt einem etwas, wenn man sieht, mit welcher Freude die Läufer mit Beeinträchtigung ins Ziel kommen.

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