09.09.2019 - 15:44 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Nur der August schwächelt

Viel Sonne und jede Menge Besucher beschert der Sommer den Freibädern in der Region. Die Zahlen sind zwar nicht ganz so gut wie 2018, doch Grund zum Jammern gibt es nicht.

Den Super-Sommer im vergangenen Jahr kann die Saison 2019 zwar nicht toppen, doch die Verantwortlichen in den Bädern der Region sind zufrieden.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

"Der Juni und der Juli waren gigantisch", blickt Ilona Forster, Vorsitzende des Schwimmvereins Weiden, zurück. Doch dann kam der durchwachsene August, und nicht mehr ganz so viele strömten ins Schätzlerbad. "Wir sind halt vom Wetter abhängig", gibt Forster zu. Wäre es heuer so heiß gewesen wie im vergangenen Jahr, hätte es im "Schätzler" einen neuen Besucherrekord gegeben. "Unsere neuen Rutschen haben natürlich viele Leute angelockt", sagt die SV-Vorsitzende. 2018 besuchten 163 700 Menschen das Weidener Bad, 2019 waren es bis jetzt 162 900. Das "Schätzler" hat zwar noch bis 15. September geöffnet, doch an den großen Ansturm glaubt Forster nicht mehr. Die Rutschen und das Wellenbecken sind nicht mehr in Betrieb, Besucher können das Schwimmer- und das Seniorenbecken sowie den Weiher nutzen.

Am 29. September von 13 bis 17 Uhr geht die Saison mit dem Hundeschwimmen zu Ende. Nur für ihre Vierbeiner müssen die Besitzer Eintritt zahlen. Der Erlös kommt dem Tierheim zugute.

39 891 Besucher verzeichnet das Freibad Windischeschenbachin der Badesaison 2019. "Wir schrammen knapp an der 40 000er Marke vorbei", sagt Bademeister Horst Lindner. Das ist nicht schlecht, aber im Vergleich zum Vorjahr zu wenig. 2018 kamen 49 000 Menschen ins Freibad. Lindner vermutet, dass die sehr knapp bemessenen Öffnungszeiten des Kiosks vor allem junge Familie abgeschreckt haben. 2018 weist die Bilanz 111 Badetage aus, 2019 waren es mit 103 nur ein paar weniger. Während der Andrang im vergangenen Jahr 86 000 Euro in die Kasse gespült hat, dürften es laut Lindner heuer zwischen 70 000 und 75 000 Euro sein. Für großen Medienrummel hat der engagierte Einsatz der beiden Lebensretter gesorgt, die Anfang Juni einen Vierjährigen vor dem Ertrinken bewährt haben.

Der allgemeine Besuchertrend setzt sich auch im Terrassenfreibad Pleysteinfort. "Im August war es nur bis zum 20. schön, danach hatten wir eine Flaute drin", weiß Bademeister Hubert Rewitzer. Die Stammschwimmer würden zwar auch bei schlechtem Wetter kommen, doch die Masse fehlt. "Aber wir sind im Großen und Ganzen zufrieden", zieht Rewitzer Bilanz.

Ähnlich sieht das Stefan Potröckaus Grafenwöhr. "Es war eine gute Saison. Wir können uns nicht beschweren", sagt der Bademeister des Waldbads. Grob gerechnet seien es 46 000 Besucher gewesen. Bei 40 000 liege der Durchschnitt. Der Super-Sommer 2018 bleibt mit 53 000 Badegästen immer noch Spitzenreiter. "Es muss schon 30 Grad und mehr haben, damit die Leute kommen", sagt Potröck.

Auch die Verantwortlichen im Waldbadfreibad Altglashüttesind zufrieden. "Mit rund 18 000 Besuchern sind die Zahlen fast identisch wie im Vorjahr", sagt Siegfried Walter. Der 78-Jährige, der eigentlich aufhören wollte, hatte sich breitschlagen lassen und noch eine Saison drangehängt. "Das Wichtigste ist, dass wir den Sommer unfallfrei überstanden haben", bekräftigt er.

Wie es nächstes Jahr weitergeht, kann auch er nicht sagen. Walter hofft, dass der Wunsch nach einer Sanierung des 47 Jahre alten Bades in Erfüllung geht. "Eventuell lassen sich dann junge Leute motivieren, den Beruf eines Fachangestellten für Bäderbetriebe zu ergreifen", sagt er.

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