03.02.2020 - 12:09 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Nur gesunde Kühe geben viel Milch

Mit 11 Kühen, die über 100.000 Liter Milch Lebensleistung im vergangenen Jahr erreichten, liegt die Kreisrinderzuchtgenossenschaft (KZRG) Neustadt/WN an der Spitze in der Oberpfalz.

Die Kreisrinderzuchtgenossenschaft Neustadt/WN mit Vorsitzenden Martin Bäumler (links) übergibt die Ehrenpreise an die „Kuhprofis“, die erfolgreichen Landwirte in Zucht und in der Milchleistung.
von Autor rdoProfil

Dies zeige, dass die Entwicklung in die korrekte Richtung mit gesunden und langlebigen Tieren gehe, sagte Fachberater Rudi Traxinger. Zu den Schwerpunkten zählt, die lange Verweildauer der Tiere in den Ställen zu fördern.

Zur Jahreshauptversammlung begrüßte Vorsitzender Martin Bäumler im Postkellersaal und erinnerte an die Lehrfahrt nach Oberfranken. Er habe das Gefühl angesichts neuer Pressemeldungen, dass die Gesellschaft und Politik vergessen habe, dass die Landwirte immer noch die Ernährer sind und er hoffe auf mehr Respekt für die Landwirte. "Aber wir sehen heute die Top-Leistungen der Züchterfamilien." Die Neuwahl der KRZG-Beiräte mit Christoph Spiegl, Thomas Bauer und Herbert Wittmann fand statt.

Zuchtleiter Thomas Nibler nannte die positive Entwicklung der Inhaltsstoffe Fett und Eiweiß in der Milch. Eine Leistungssteigerung im Herdbuchbereich in der Nordoberpfalz gelang auf 92 Kilogramm. Nibler erläuterte den Bezirkstrend mit Rückgang der Betriebe mit Kuhhaltung, dieser wirkte sich im Landkreis Neustadt von 741 auf 678 aus. Die Anzahl der ordentlichen KRZG-Mitglieder sank um 13 auf 311. Der Schwerpunkt liegt bei 13,4 Millionen Umsatz auf der Festvermarktung mit 4817 Tieren (+266). Der Verkauf von Jungkühen im Freilauf habe sich bewährt. Wegen vielen Auflagen hatte sich der Großviehexport 2019 halbiert. Der Höhepunkt war die Tierschau 2019 mit schönen und leistungsfähigen Tieren in Schwandorf. Eine KRZ-Lehrfahrt geht am 27. Februar nach Sachsen in einen LPG-Betrieb mit Fleckvieh und in einen Kälberaufzuchthof im oberfränkischen Ködnitz.

Karl Bäumler vom Bauernverband wies auf die umweltschonende Produktion in der Landwirtschaft mit nachhaltiger Qualität hin. Heuer bestehe 366 Tage die Möglichkeit, die Kühe als Gold in den Ställen als Schätze zu hegen, sagte Peter Gaach vom AELF Weiden und wies auf die behördliche Anlaufstelle und die Abgabe der Unterlagen zum Kulturlandschaftsprogramm bis 28. Februar hin.

Im Fachreferat ging Eva-Maria Haas als Geschäftsführerin vom Verein „Unsere Bayerischen Bauen“ auf das Internetportal ein (www.unsere-bauern.de) und stellte vor, wie der Entfremdung der Gesellschaft von der Landwirtschaft entgegengetreten werden kann. Dabei dient die Aufklärung zur heimischen Landwirtschaft mit ihren vielen Facetten und Informationen auf allen Medien zu nachhaltiger Produktion von Lebensmittel als Grundlage für eine gesunde und umweltschonende Erzeugung und Ernährung. Die Finanzierung der Kampagne erfolgt über Mitgliedsorganisationen und Sponsoren.

Info:

Ehrenpreise der Kreisrinderzuchtgenossenschaft Neustadt/WN

Auszeichnung mit Modellkühen erhielten für außergewöhnliche Zuchtleistungen folgende Landwirte: Höchste Herdenleistung 10936 Kilogramm Milch und höchste Laktationsleistung Kuh „Tina“ 15.012 Kilogramm von Stefan Hefner (Vorbach); höchste Lebensleistung: Kuh „Reno“, Johann Bartmann (Hagendorf), 120.094 Kilogramm Milch; Milcherzeuger mit Kühen über 100.000 Liter Lebensleistung: Kuh „Lavita“, 108.086, Günter Prölß (Weiden); Kuh „Samanda“, 107.015, Bringfried Bock (Hinterbrünst); Kuh „Manjana“, 104.590, und Kuh „Mishira“, 104.401, beide Kriechenbauer GbR (Bergnetsreuth); Kuh „Asti“, 103.467, Herbert Wittmann (Ilsenbach); Kuh „Natascha“, 103.313, Kriechenbauer GbR (Bergnestsreuth); Kuh „Alma“, 101.977, Gerhard Bauer (Engleshof); Kuh „97“, 101.387, Fritzmann GbR (Obersdorf); Kuh „Monza“, 101.197, Markus Grötsch (Bodenmühle); Kuh „Gabriel“, 100.542, Martin Mitlmeier (Lämersdorf); Eutergesundheit Durchschnitt: 63.000 Zellgehalt, Manfred Gradl (Neuzirkendorf); Lebensleistung, Abgänge 47.910 Kilogramm Kuhzahl 111,3; Auszeichnung „Kuhprofi“ mit besonderen Qualitätskriterien des Betriebes: Robert Bodensteiner (Albersrieth), Hubert Herr (Moos), Martin Krug (Bechtsrieth), Christian Pschierer (Kirchenthumbach); bester Marktbeschicker Kälber Gabriele Kirschner (Dorfgmünd); bester Käufer Matthias Saller (Floß). (rdo)

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