Weiden. (rdo) Eine 33-köpfige Delegation aus Kunreuth, Landkreis Forchheim, besuchte die Stadt Weiden, angeführt von Bürgermeister Konrad Ochs, Gemeindebediensteten und Funktionsträgern reiste die Gruppe im Bus an.
Als Kulturamtsleiterin erwartete Petra Vorsatz die Gäste aus Oberfranken zu einer historisch fundierten Stadtführung. Stationen waren das Neue Rathaus, die historische Stadtmauer mit Storchenbrunnen, die Aichinger-Villa, Informationen zu Max-Reger und dem dazugehörigen Park. Von der Nepomuk-Kapelle führte der Weg zur Allee, einem Geschenk von König Maximilian I. Josef an die Stadt Weiden im Jahr 1819. Viele Weidner dürften das Grabenwirtshaus „Zum Schwan“ mit Sommerkegelbahn nicht mehr wissen, dass in der heutigen Adenaueranlage stand und 1934 abgerissen wurde. Der Besuch der Josefskirche im Jugendstil beeindruckte die Gäste. Dann ging es in die Altstadt mit den schmucken Renaissance-Häusern zum Mittagessen in den Ratskeller.
Die Gemeinde Kunreuth mit 1432 Einwohner liegt in reizvoller Natur und Landschaft und bietet gesellschaftlich und kulturellen Angebote am südwestlichen Rand der Fränkischen Schweiz, nahe den Zentren der Metropolregion Nürnberg. „Wir verfügen über einen Zahnarzt und eine Apotheke“, erzählte der Bürgermeister Ochs und nannte die Entfernung von 90 Kilometer zu Weiden.
Die Strippen des Besuches zog hinter den Kulissen Bürgermeister Lothar Höher, Dessen Sohn Dr.-Ing. Bernhard Höher hatte vor kurzem in Erlangen promoviert und ist in Weingarts in der Gemeinde Kunreuth verheiratet. Er baut dort ein Haus und will im November einziehen. Höher habe diesen Teil der Fränkischen Schweiz durch seien Schwiegertochter Stefanie erst kennengelernt sagt er im Ratskeller. Er ist seit zwei Wochen stolzer Großvater und freut sich zusammen mit der Oma Irmgard über die 50 Zentimeter große Linda. Als Diplomat mit böhmischen Wurzeln entkräftete Höher das Spannungsverhältnis zwischen Oberpfälzern und Oberfranken, das "nur" im Fasching in Veitshöchheim vorherrsche. Als Dank für die Stadtführung überreichte Konrad Ochs an Petra Vorsatz und an Lothar Höher den teuersten Apfelsaft der Welt, einen Apfelsekt, eine fränkische Spezialität genannt „Charlemagner“.
Am Nachmittag war freie Zeit für die Gäste zur Exkursion in der schönen Altstadt eingeplant. Der Tag klang mit einem Besuch und der Verkostung des Oberpfälzer „Zoigl-Bieres“ beim „Stich‘n“ aus.

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