Weiden in der Oberpfalz
01.07.2026 - 15:00 Uhr

Oberpfalz-Medien und der Ticketanbieter Okticket kooperieren miteinander

Oberpfalz-Medien und der Ticketanbieter Okticket arbeiten künftig zusammen. Für Kulturinteressierte bedeutet das mehr Übersicht, für Veranstalter weniger Aufwand.

Konzerte, Comedy und Kabarett, Lesungen, Sportevents: Für Veranstaltungen in der Oberpfalz soll der Ticketkauf in Zukunft noch einfacher werden. Dafür arbeiten das Medienhaus Oberpfalz-Medien und der Ticketanbieter Okticket ab sofort zusammen. Für Kulturinteressierte bedeutet das, sie müssen zukünftig nicht mehr auf mehreren Plattformen vergleichen, bei welchem Anbieter es Karten für bestimmte Events gibt. Stattdessen finden sie alle anstehenden Veranstaltungen gebündelt an einem Ort. Dadurch erhalten Interessierte einen besseren Überblick über das regionale Kultur- und Freizeitangebot und sehen schneller, was in ihrer Nähe geboten ist.

Auch Veranstalter profitieren von der Kooperation. Während sie ihre Events bislang parallel auf den beiden Ticketportalen verwalten mussten, entfällt in Zukunft die doppelte Arbeit.

Neben den bekannten Vorverkaufsstellen von Okticket gibt es die Tickets des Anbieters ab sofort auch in den Geschäftsstellen der Amberger Zeitung und des „Neuen Tags“ in Weiden. Bis zum 30. September können Ticketkäufer noch wie gewohnt Karten über die Plattform NT-Ticket erwerben.

Plattform für Veranstalter

Ab dem 1. Oktober läuft dann alles über den Ticketanbieter Okticket.de, informiert Ilona Stadler, Leiterin des Lesermarktes bei Oberpfalz-Medien. Das Medienhaus bleibe aber weiterhin Ansprechpartner für Veranstalter im Bereich Vermarktung. Tickets, die bis zum 30. September über NT-Ticket für spätere Veranstaltungen erworben werden, behalten ihre Gültigkeit.

„Wir freuen uns auf jeden Fall, dass wir einen Partner in der Region haben. Das war uns wichtig“, sagt Johannes Zettl, einer der beiden Geschäftsführer von Oberpfalz-Medien. Auch die geschäftsführende Verlegerin Viola Vogelsang-Reichl und Geschäftsführer Thomas Maul freuen sich über diese Entwicklung.

Zeitgemäß und komfortabel

Mit der Kooperation "stärken wir die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern und behalten den Service für unsere Kunden mit einem allumfassenden Angebot an unseren Vorverkaufsstellen bei", so Vogelsang-Reichl. Als Zeitungsverlag habe man schon immer mit Oberpfälzer Veranstaltern zusammengearbeitet, sagt Ilona Stadler. Aus diesem Gedanken heraus entstand 2012 der Ticketanbieter NT-Ticket.

Auch Norbert Neugirg und Manfred Wolfrath, die beiden Geschäftsführer von Okticket, begrüßen die Partnerschaft. Seit 2007 gibt es den Ticketanbieter. Die Idee dazu entstand bereits zwei Jahre zuvor. Bei einem gemütlichen Zoigl-Abend in Pfaffenreuth (Gemeinde Püchersreuth) unterhielten sich Christian Höllerer (2020 verstorben) und Norbert Neugirg darüber, dass die Oberpfalz ein zeitgemäßes und komfortables Ticketsystem brauche. „Kannst du da nicht was machen, haben die beiden mich damals gefragt“, erzählt Manfred Wolfrath im Gespräch mit Oberpfalz-Medien.

Vor dem Internet lief der Ticketverkauf nur über Vorverkaufsstellen. Gab es an einem Ort keine Karten mehr, musste man sein Glück bei der nächsten Stelle versuchen, so Wolfrath. Als gelernter Informatiker konnte der gebürtige Pfaffenreuther weiterhelfen und entwickelte ein Online-Karten-Vorverkaufssystem. Am Anfang erprobten sie das System in einem kleinen Rahmen über Theatervereine wie die Laienspielschar Windischeschenbach. Über die nächsten zwei Jahre erhielt das Trio immer mehr Anfragen von Kulturveranstaltern, sodass die drei die Oberpfalzkarten.de GmbH gründeten. Im Jahr 2007 erfolgte die Umbenennung zur Okticket.de GmbH und aus dem Ticketanbieter Oberpfalzkarten wurde Okticket.

Was mit zwei Anlaufstellen für den Ticketverkauf in der Oberpfalz anfing, hat sich zu einem Unternehmen mit rund 220 Vorverkaufsstellen in ganz Bayern und darüber hinaus entwickelt. Der Trend gehe natürlich eher zu Online-Ticket-Käufen, vor allem im ländlichen Raum, sagt Wolfrath. Ungefähr 80 Prozent der Ticketkäufe liefen über das Internet, ordnet er ein. Trotzdem lege man Wert darauf, Tickets auch weiterhin vor Ort anbieten zu können, ergänzt Norbert Neugirg.

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