28.05.2022 - 18:49 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Oldtimertreffen mit Ausfahrt des Automobil-Touringclubs Weiden

Auf dem Großparkplatz in Weiden dreht sich alles um "Oldies" – liebevoll hergerichtete, gepflegte und herausgeputzte alte Fahrzeug-Raritäten. Über 200 von ihnen rollen bei einer Fahrt in den Mai zum Oldtimertreffen an.

von Reinhard KreuzerProfil

Nach zwei Jahren Einschränkung wegen der Pandemie trafen sich am Vatertag die Freunde des edlen und alten Blechs wieder in Weiden: zum mittlerweile achten Oldtimertreffen. Mit Blick auf das enge und begrenzte Platzangebot in der Fußgängerzone vor dem Alten Rathaus war das Ausweichen auf den Großparkplatz eine großartige Lösung: Über 200 Modelle fanden dort ausreichend Platz.

Der Automobil-Touringclub (ATC) im AvD (Automobilclub von Deutschland) hat die immer gut besuchte Oldtimer-Ausstellung damit toppen können. Zuschauer und Gäste waren begeistert vom Engagement der Veranstalter und ihrer Vorliebe für Old- und Youngtimer sowie in die Jahre gekommene Motorräder. „Der Deutsche und sein Auto – das ist eine ganz spezielle Liebesgeschichte, die nun schon mehr als 130 Jahre dauert“, meinte Vorsitzender Manfred Gärber.

Anreise bis aus Sachsen und Thüringen

Blauer Himmel und Sonnenschein am Vormittag, dann Bewölkung, aber kein Regen: Das waren die besten Voraussetzungen, um mit dem „Oldie“ eine Fahrt in den Mai zu machen. Faszinierter Motorsport und ein geselliges, mit Überraschungen gespicktes Oldtimertreffen lockte Gäste von Coburg bis Cham und sogar aus Sachsen und Thüringen an.

Zu einem Weißwurstfrühstück war noch Zeit, ehe es auf die Überlandfahrt ging. Pünktlich um 10 Uhr starteten dazu 160 Fahrzeuge, darunter viele Cabrios und Motorräder mit Beiwagen. Zur Vorstellung der fahrbaren älteren Modelle gehörten Fahrzeugalter, -besonderheiten und PS-Zahl.

Auf Hochtouren liefen in den vergangenen Wochen die Vorbereitungen der vielen Helfer dafür. Martin Regler kümmerte sich um den Ablauf und übernahm Verantwortung bei Voranmeldung, Ablauf und Organisation.

Reinhard Meier, Präsident des Stadtverbands für Leibesübungen (SfL), ließ das Auto von Konrad Fischer, der sich jahrelang um die Organisation kümmerte und im Vorjahr verstarb, als Erstes auf die Erinnerungsstrecke. Ehefrau Jeannette Fischer fuhrt mit Martin Regler am Steuer eine kurze Ehrenrunde im Mercedes-Adenauer.

Präsident Manfred Gärber schickte die Fahrzeuge auf einen 70 Kilometer langen Rundkurs nach Neustadt, Klobenreuth, Windischeschenbach und Erbendorf. Dort war eine Pause angesagt für eine Tasse Kaffee und Kuchen bei Josef Heid von der Firma Banrucker. Mit ihm hat Organisator Martin Regler den Kfz-Beruf gelernt.

"Benzingespräche"

Dann ging es zurück über Wildenreuth und Parkstein nach Weiden, wo sich die Fahrzeuge auf dem Großparkplatz aufstellten. Zahlreiche „Benzingespräche“ wurden zwischen Oldtimerbesitzern und Gästen rund um die blechernen Modelle geführt, die Raritäten vorgestellt, Besonderheiten und technische Merkmale erläutert.

Neben einem Chrysler Speedster, BMW-Modellen, Lkw- und Militär-, älteren Mercedes- und amerikanischen Fahrzeugen waren auch "Exoten" und Motorräder von DKW, Zündapp und Kreidler zu sehen, einige gar mit Beiwagen. Schließlich nahm Regler einige Verlosungen vor. Einige "Oldie"-Fahrer dürfen nun als Zuschauer am Old-Grand-Prix am Nürburgring teilzunehmen.

 
 

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