09.03.2020 - 10:37 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Osterausstellung im Kulturzentrum eröffnet

Bis Ostern sind im ersten Stock des Kulturzentrums Hans Bauer faszinierende Exponate zu sehen, die an die Fastenzeit und an das kommende christliche Hochfest erinnern.

von Autor hczProfil

Kunstvoll bemalte große und kleine Eier, Glückwunschkarten aus alter Zeit, Backformen aus Ton und Weißblech, allerlei Figürchen und putzige Hasen sind im „weltlichen Teil“ der Osterausstellung im Stadtmuseum zu sehen. Daneben gibt es einen genauso sehenswerten sakralen Teil. Hier finden sich wertvolle Gemälde, Christus-Figuren, Stickereien und andere Kunstwerke – und ein „Kreuzweg“ mit einer Besonderheit. Normalerweise besteht dieser aus 14 Bildtafeln, die Christi Leidensweg zeigen. Bei der Bilderreihe in der Osterausstellung des Stadtmuseums sind es jedoch 15. „Eine Seltenheit“, wie Kulturamtschefin Petra Vorsatz bemerkte. Das „Auffinden des heiligen Kreuzes durch die heilige Helena“, die Mutter Kaiser Konstantins, finde sich nur in wenigen Kreuzwegdarstellungen, stellte sie fest.

Bei der Eröffnung der Osterausstellung am zweiten Fastensonntag hieß Bürgermeister Jens Meyer zahlreiche Besucher willkommen. Er dankte neben den Organisatoren Vorsatz und Dr. Sebastian Schott, die die Ausstellung größtenteils aus dem Schatz des Stadtmuseums zusammengestellt hatten, auch einigen Leihgebern. Das evangelische Dekanat hat eine barocke Kreuzigungsszene zur Verfügung gestellt, Georg Strehl einen „Christus auf dem Totenbett“ und Wolfgang Bunk einen „Auferstehungs- Christus“ – beides beeindruckende Kunstwerke aus dem 16. und dem 18. Jahrhundert. Brigitte Stark und Horst Müller hatten dem Stadtmuseum viele wertvolle Exponate zum Geschenk gemacht.

Am Rande der Ausstellung ging Stadtarchivarin Vorsatz auf zahlreiche Osterbräuche ein. Diese sind in einem Infoblatt, das in den Räumen ausliegt, nachzulesen. Vorsatz erklärte auch die Herkunft des Osterhasen. Als erstes Tier, das im Frühjahr Junge gebar, sei der Hase zum Symbol für Fruchtbarkeit, für neues Leben nach der Winterzeit und damit zum Auferstehungssymbol geworden. Der Osterhase habe allerdings auch Konkurrenz. In der Schweiz gelte der Kuckuck als Eierleger, in Thüringen der Storch und in Westfalen der Fuchs. Ein Ei, ein christliches Symbol für die Auferstehung, bekam jeder Besucher der Ausstellung. Rot sei dessen klassische Farbe, erklärte Vorsatz, weil rot an Christi Blut erinnern soll.

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