Weiden in der Oberpfalz
27.12.2022 - 14:12 Uhr

Die Paldauer begeistern in der Max-Reger-Halle mehr als 800 Fans

Von Gendersternchen und den Sternen der Heiligen Nacht – nach zwei Jahren kann sich das Publikum wieder über volkstümliche Musik in der Max-Reger-Halle freuen. Die Paldauer sind zurück.

Was für ein großer Moment. "Konrad, heute dreht sich alles um Dich." Ganze fünf Minuten lang steht Konrad Weiß aus Tirschenreuth-Lengenfeld im Mittelpunkt der Show. Zwischen überdimensionalen Zuckerstangen und einem Karussellpferd darf er in der Max-Reger-Halle auf einem roten Sessel Platz nehmen, der mitten auf der weihnachtlich geschmückten Bühne steht. Die Paldauer ehren den Stiftländer für sein 60-jähriges Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr. "Für mich sind das die wichtigsten Menschen", sagt Bandleader Franz Griesbacher. "Wir sind Kameraden." Didi Ganshofer singt dem Spritzenmann das Ständchen vom neuen Album. Als Gage für den Feuerwehrmann gibt's eine Gratis-CD.

Die Paldauer dürfen am zweiten Weihnachtsfeiertag, ihrem traditionellen Auftrittstermin in der Max-Reger-Stadt, endlich wieder auf die Weidener Bühne zurückkehren. Die Fans erwartet hier ein Live-Erlebnis mit tollem Entertainment und guter Musik. Zwei Jahre lang musste die Gruppe aus bekannten Gründen pausieren. "Ich glaube, Sie haben die gleichen Entzugserscheinungen wie wir", begrüßt Griesbacher seine 800 Fans und all die anderen *Innen. Er gendert, wenn auch ungern. "Die Vorschriften werden immer extremer. Also ich habe ja die größten Mühen mit diesem Blödsinn." Dafür erntet er Riesenbeifall.

Im ersten Teil spielt die Band aus der Südoststeiermark ein Medley mit ihren größten Hits. Darunter viele "Seelenfänger". Das Publikum darf auch einigen Coversongs lauschen. "Uns gibt es seit 1968." Stolz sei er, dass seine Truppe immer noch in der Originalbesetzung anreise, sagt der Schlagzeuger, Moderator und Trompetenspieler. "1998 waren wir zum ersten Mal hier. Weiden liegt uns irgendwie am Herzen." Die Paldauer bringen die energiegeladene Nummer "3000 Jahre" und ihr Publikum flippt aus.

"Unsere Musik ist ins Hintertreffen geraten", ärgert sich ein Besucher in der Pause und freut sich über den dreistündigen Konzertabend seiner Lieblingsband. "Im Fernsehen gibt es ja keine Schlager- und Volksmusiksendungen mehr." Im zweiten Teil dreht sich alles um Weihnachten. Griesbacher plaudert und teilt aus. Die Menschheit habe das Weihnachtsfest überhaupt nur dem angeborenen Mitteilungsbedürfnis des weiblichen Geschlechts zu verdanken, schmunzelt er. "Wären Frauen in der Christnacht nicht anwesend gewesen, die Geschichte wäre nie weitererzählt worden."

Die Band setzt auf Edelmut, auf Spaß und Tradition. "Wir können Weihnachten nicht neu erfinden und wollen das auch nicht." Das Repertoire bewegt sich jetzt irgendwo zwischen "Winter Wonderland", "Little Drummer Boy" und "Leise rieselt der Schnee". Eines der Highlights der Show ist die Paldauer-Version der Slavko Avsenik-Komposition "Sterne der Heiligen Nacht."

 
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