Weiden in der Oberpfalz
03.01.2022 - 14:43 Uhr

Palliativmedizinischer Dienst am Klinikum Weiden startet

Es ist ein wichtiger Baustein für die optimale Versorgung schwerkranker Menschen. Speziell ausgebildete Ärzte, Pflegekräfte, Psychologen und Therapeuten unterstützen mit dem neuen Dienst deren engmaschige Versorgung.

Am Klinikum Weiden startet im Januar der Palliativmedizinische Dienst. Kliniken-Vorstand Michael Hoffmann, Frances Matthews und Simone Hacker (Palliativmedizinischer Dienst), Michaela Hutzler (Medizinische Direktorin), Dr. Stephanie Kuchlbauer (Ärztliche Leitung Palliativmedizinischer Dienst und Chefärztin der Palliativstation), Beate Spickenreuther (pflegerische Leitung der Palliativstation und des Palliativmedizinischen Dienstes) und Michael Gleißner (Kaufmännischer Direktor, von links nach rechts) freuen sich über das neue Angebot. Bild: Kliniken Nordoberpfalz, Michael Reindl/exb
Am Klinikum Weiden startet im Januar der Palliativmedizinische Dienst. Kliniken-Vorstand Michael Hoffmann, Frances Matthews und Simone Hacker (Palliativmedizinischer Dienst), Michaela Hutzler (Medizinische Direktorin), Dr. Stephanie Kuchlbauer (Ärztliche Leitung Palliativmedizinischer Dienst und Chefärztin der Palliativstation), Beate Spickenreuther (pflegerische Leitung der Palliativstation und des Palliativmedizinischen Dienstes) und Michael Gleißner (Kaufmännischer Direktor, von links nach rechts) freuen sich über das neue Angebot.

Im Januar 2022 wird die Versorgung von schwerkranken Patienten am Klinikum Weiden noch einmal verbessert. Dann nimmt der Palliativmedizinische Dienst seine Tätigkeit auf und Patienten werden bereits auf der Normalstation von speziell ausgebildeten Fachkräften versorgt und beraten. Das sei eine deutliche Aufwertung der Behandlung von schwerkrankten Patienten, wie das Klinikum in einer Pressemitteilung mitteilt.

Ab Januar sei die Mitbehandlung von Patienten durch ein multiprofessionelles Team auf den verschiedenen Stationen des Klinikums möglich. „Wir arbeiten dabei eng mit der jeweiligen Fachabteilung zusammen. Patienten erhalten auf der Normalstation damit eine noch intensivere Versorgung durch speziell ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte, Psychologen, Sozialarbeiter und Physio- und Ergotherapeuten“, so Dr. Stephanie Kuchlbauer, Chefärztin der Palliativstation am Klinikum Weiden und Ärztliche Leiterin des Palliativmedizinischen Dienstes, die sich bei der Medizinischer Direktorin Michaela Hutzler und dem Kaufmännischen Direktor Michael Gleißner für die Unterstützung bei der Etablierung des neuen Angebots bedankte.

Frühzeitig Beratung möglich

Patienten und Angehörige erhalten damit bereits vor einem Aufenthalt auf der Palliativstation eine ausführliche Beratung über die nächsten Schritte in der Behandlung und Betreuung. Durch die Einführung des Palliativmedizinischen Dienstes können die bisherigen palliativmedizinischen Konsile also noch patientenorientierter durchgeführt werden. „Das trägt zu einer optimalen Versorgung unserer schwerkranken Patienten bei. Somit haben wir auch den letzten Baustein für die Palliativ- und Hospizversorgung in der Region erreicht, der bisher noch gefehlt hat“, betont Kliniken-Vorstand Michael Hoffmann.

Vor allem Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen könnten von dem neuen Angebot profitieren. „Bei Tumorpatienten mit schweren Symptomen kann durch eine frühe Einbindung der Palliativversorgung sowohl die Lebensdauer als auch die Lebensqualität positiv beeinflusst werden. Aber auch für Patienten aus den internistischen und neurologischen Bereichen gibt es einen hohen Bedarf an palliativmedizinischer Betreuung“, erklärt Beate Spickenreuther, pflegerische Leitung der Palliativstation und des Palliativmedizinischen Dienstes, die von Simone Hacker und Frances Matthews unterstützt wird.

Neben der noch intensiveren Betreuung auf der Normalstation entstünden mit dem Palliativmedizinischen Dienst noch weitere Vorteile für die Patienten. So entfallen beispielsweise Wartezeiten auf eine palliativmedizinische Behandlung, denn in manchen Fällen war eine Aufnahme nicht immer sofort möglich. „Jetzt sind wir in der Lage, viele Patienten bereits auf der Normalstation so zu behandeln, dass eine Aufnahme auf der Palliativstation entweder erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen kann oder im optimalen Fall gar nicht mehr nötig ist“, so Dr. Kuchlbauer. Zudem könnten Patienten mit einem massiv erhöhten Pflegeaufwand, die auf der Normalpflegestation behandelt werden, von der Palliativpflege beispielsweise bei der Wundversorgung unterstützt werden.

Neustadt an der Waldnaab11.08.2020
 
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