Es war ein Abend ganz im Zeichen des swingenden Jazz: Am Samstag gastierte die Marian-Petrescu-Trilogie feat. Stephan Zimmermann im „Bistrot Paris“ in Weiden. Zahlreiche Besucher waren gekommen, um sich von der musikalischen Klasse des Pianisten Marian Petrescu und seiner hochkarätigen Mitstreiter mitreißen zu lassen. Auch wenn das Bistrot nicht bis auf den letzten Platz besetzt war, herrschte dort eine stimmungsvolle Konzertatmosphäre.
Petrescu, der bereits vor einigen Jahren das Publikum des Jazz-Zirkels begeistert hatte, gilt als Pianist, dessen Spiel immer wieder an den großen Oscar Peterson erinnert. Die Parallelen sind unverkennbar: rasante Läufe, perlende Akkorde und rhythmische Präzision. Doch Petrescu ist weit mehr als ein virtuoser Nachfolger seines kanadischen Vorbilds. Er versteht es, dessen musikalisches Erbe mit einer eigenen Ausdruckskraft und zeitgemäßen Ideen zu verbinden.
Mitreißende musikalische Dialoge
An seiner Seite sorgten Stephan Zimmermann an Trompete und Flügelhorn, Joel Locher am Kontrabass und Felix Schrack am Schlagzeug für ein fein abgestimmtes Zusammenspiel. Die Musiker begegneten sich auf Augenhöhe, ließen Raum für spontane Einfälle und entwickelten aus einzelnen Themen immer wieder mitreißende musikalische Dialoge.
Dabei wechselten sich temperamentvolle Swing-Passagen mit ruhigeren, gefühlvollen Balladen ab. Gerade in den häufigen leiseren Momenten zeigte sich die musikalische Sensibilität des Ensembles. Zimmermann setzte mit seinem warmen Trompetenton markante Akzente, während Locher und Schrack das rhythmische Fundament legten und zugleich eigene Impulse einbrachten. Petrescus Klavierspiel bildete dabei immer wieder den Mittelpunkt, ohne das Zusammenspiel der Formation in den Hintergrund zu drängen.
Jazzklänge mit vielen Facetten
Neben eigenen Kompositionen fanden auch bekannte Melodien aus dem „Great American Songbook“ ihren Platz im Programm. Vertraute Jazztraditionen und moderne Einflüsse, die wie selbstverständlich ineinander übergingen. So entstand ein abwechslungsreicher Konzertabend, der technische Brillanz mit musikalischem Gespür und spürbarer Spielfreude verband.
Das Publikum im „Bistrot Paris“ erlebte Jazz in vielen Facetten: virtuos, elegant, mitreißend und bisweilen berührend. Die Marian-Petrescu-Trilogie unterstrich die Tradition des Mainstream-Jazz. Vorgetragen von vier erfahrenen Musikern mit eigener Persönlichkeit und frischen Ideen.



















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