Weiden in der Oberpfalz
11.10.2018 - 14:28 Uhr

Plattform für Menschlichkeit

Ein Aktionsbündnis formuliert Erklärung gegen Hass und Menschenfeindlichkeit. Initiatoren sind die Weidener Hans-Peter Pauckstadt-Künkler, Veit Wagner und Martin Waßink.

Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler Bild: exb
Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler

(ui) Der Verrohung der Sprache und der Hetze in Politik und Gesellschaft will das Bündnis "Jetzt aber...! Aufruf zu neuem Engagement" entgegentreten. Ihr Anliegen haben die Beteiligten vor der Wahl noch einmal in einer Erklärung deutlich gemacht. Mit Hans-Peter Pauckstadt-Künkler, der zusammen mit Veit Wagner und Martin Waßink den Runden Tisch initiiert hat, sprach Redakteur Uwe Ibl.

ONETZ: Stimmt es, dass sich der erst im Juni gegründete Runde Tisch „Jetzt aber...! Aufruf zu neuem Engagement“ nach der Wahl schon wieder auflöst?

Hans-Peter Pauckstadt-Künkler: Nein. Der nächste Termin steht. Interessenten treffen sich am Dienstag, 30 Oktober, um 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Rothenstadt. Wir sehen, dass unser Anliegen nicht mit der Wahl beendet ist. Es wird wohl erst richtig losgehen, wenn die AfD tatsächlich in den Land- und Bezirkstag einzieht.

ONETZ: Was ist das Ziel des Runden Tisches?

Hans-Peter Pauckstadt-Künkler: Wir wollen die einzelne Kräfte bündeln, um die gefühlte Hilflosigkeit des einzelnen in eine kraftvolle Stimme der Vielen zu verwandeln. Es geht uns darum, deutlich und öffentlich auf gefährliche Entwicklungen auch hier vor Ort hinzuweisen, hier wachsam zu sein und so einen Beitrag für ein weltoffenes und freundliches Miteinander leisten.

ONETZ: Was unterscheidet den Runden Tisch von anderen Aktionen?

Hans-Peter Pauckstadt-Künkler: Wir wollen gegen alles nationalistische und populistische Gerede entgegenstehen. Dafür wollen wir eine Plattform sein und uns besser vernetzen. Es gibt in Weiden schon einige Aktionen, die sich hier austauschen, sich gegenseitig unterstützen und informieren. Zu den bisherigen Treffen kamen zwischen 20 und 40 Leute. Insgesamt haben sich schon etwa 60 Personen aus fast allen Richtungen und Parteien von der CSU bis zu den Linken beteiligt.

Info:

„Als Bürgerinnen und Bürger aus Weiden und der Region erschrecken uns Hass und die Verrohung der Sprache in Politik und Gesellschaft. Wir sprechen uns aus gegen jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in unserem Umfeld und treten ein für Respekt gegenüber allen Menschen unabhängig ihrer Herkunft, ihrer sozialen Situation, unabhängig vom Geschlecht, ihrer Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Orientierung.“

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