08.10.2019 - 17:37 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Polizeiinspektion Weiden bekommt neue Wache

Geldbeutel gefunden? Auto angefahren? Wer derzeit die Polizeiinspektion Weiden ansteuert, darf sich von Bauarbeiten nicht abschrecken lassen. Dort entsteht eine neue Wache. Sie bringt auch für die Bürger Vorteile.

Baustelle Polizeiinspektion Weiden: Die bestehende Wache dort wird bis Herbst 2020 umgebaut, ein Provisorium gegenüber geschaffen und eine neue Post- und Servicestelle errichtet.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil
Die Arbeiten im Eingangsbereich der Polizeiinspektion Weiden laufen bereits.

Wer zur Polizeiinspektion Weiden muss, kommt bislang an der Wache links im Eingangsbereich nicht vorbei. Bald aber müssen sich Besucher umorientieren. Denn die Wache wird zuerst nach rechts in ein Provisorium verlagert. Dann startet der Umbau. 860 000 Euro sind für die Maßnahme angesetzt, die bis zum Herbst 2020 abgeschlossen sein soll.

Darüber informiert der Bauherr, das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach, auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. "Der Umbau erfolgt in enger Abstimmung mit den Beamten vor Ort", betont Elisabeth Bücherl-Beer, die Leiterin der dafür zuständigen Hochbauabteilung. Und: Die Arbeiten, die in drei Bauphasen untergliedert sind, laufen bereits.

In der ersten, aktuellen Bauphasen wird eine Interimswache entstehen. Das Provisorium liegt gegenüber der bisherigen Wache im Eingangsbereich, wo bislang noch die Verkehrspolizei untergebracht ist. Deren Büroräume müssen im Zuge dieser Bauphase verlegt werden. Läuft alles nach Plan, soll laut Bücherl-Beer die Ausweichwache bis Mitte November bezogen werden.

Wichtige zweite Bauphase

Danach beginnt die zweite und größte Bauphase. "Die alten Räume werden komplett platt gemacht", betont Polizeioberkommissar Christian Baumgärtel. Der Leiter der Ermittlungsgruppe ist vor Ort Ansprechpartner rund um den Umbau. Böden und Wände kommen raus, der bisherige Tresen und die Technik müssen weichen. "Voraussichtlich kommt der Rückbau noch in diesem Jahr", sagt Bücherl-Beer. Dann muss die Haustechnik komplett erneuert werden.

Und so tangiert der Umbau alle vier Dienststellen, die an der Regensburger Straße untergebracht sind: die Inspektion, die Verkehrs- und Kriminalpolizei sowie den Technischen Ergänzungsdienst. In der Wache ziehen dann neue Wände, Extra-Kameras und neues Mobiliar ein. "Höhenverstellbare Tische etwa erleichtern in einer Zehn-Stunden-Schicht das Arbeiten ungemein", erklärt Baumgärtel. Vor allem am neuen Funktisch.

"Das wird eine kleine Generalsanierung samt Erweiterung", bringt es die Fachfrau des Staatlichen Bauamts auf den Punkt. Erweitert wird die Wache übrigens ins bisherige Treppenhaus hinein. Davon soll Fläche abgeknapst werden statt ans 1990 fertig gestellte, laut Bücherl-Beer "sehr wertig errichtete" Gebäude anzubauen. Solche Alternativen seien neben zig anderen mit der Polizei zusammen erarbeiteten Plänen ebenfalls durchkalkuliert und wieder verworfen worden.

Zum Zeithorizont heißt es seitens des Bauherrn: Die neue Wache soll bis zum Spätsommer 2020 umgebaut sein. Vorausgesetzt die Ausschreibungen für den vom Staatlichen Bauamt geplanten Umbau laufen wie erhofft. "Aber wir wissen, dass die Baukonjunktur noch immer hoch ist und die Firmen sehr ausgelastet sind."

Handlungsfähig wie immer

In der dritten Bauphase soll die Interimsfläche bis zum Herbst 2020 zu einer Post- und Servicestelle umfunktioniert werden. Das heißt, Post wird - auch aus Sicherheitsgründen - künftig nicht mehr vom Zusteller quer in der Polizeiinspektion verteilt, sondern zentral angeliefert. Service gibt's vor allem für die Bürger. "Dem Publikum kann an der neuen Servicestelle schneller und effektiver weitergeholfen werden", weiß Baumgärtel. Gelte doch, nur ein Bürger darf sich aus Datenschutzgründen in der zentralen Anlaufstelle, der Wache, aufhalten. "Derjenige, der aber nur zum Vernehmungstermin erscheint oder kurz einen Fundgeldbeutel abgeben will, muss mitunter lange Wartezeiten in Kauf nehmen, obwohl er gar keinen Beamten benötigt." Das könne künftig die Servicestelle flugs regeln, indem sie das Anliegen eines jeden Bürgers klärt und weiter koordiniert. Warten müsse dann nur noch, wer tatsächlich einen Polizisten benötigt, um beispielsweise eine Anzeige zu erstatten.

Bis die Arbeiten aber abgeschlossen sind, kann es zu Einschränkungen kommen, befürchtet der Polizeioberkommissar und bittet Kollegen und Bürger um Verständnis. Zugleich betont Baumgärtel, dass die Polizeiinspektion Weiden auch während der Bauphasen "stets uneingeschränkt handlungsfähig ist".

Baustelle Polizeiinspektion Weiden aus der Perspektive der Beamten: Die Wache dort wird bis Herbst 2020 umgebaut, ein Provisorium gegenüber geschaffen und eine neue Post- und Servicestelle errichtet.
Aktuell arbeiten in der ersten Bauphase die Handwerker an der Ausweichwache gegenüber der bisherigen Wache im Eingangsbereich der Polizeiinspektion Weiden.
Hinter der provisorischen Wand rechts laufen die Arbeiten an der Interimswache. Baustelle Polizeiinspektion Weiden: Die Wache dort wird bis Herbst 2020 umgebaut, ein Provisorium gegenüber geschaffen und eine neue Post- und Servicestelle errichtet.
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