30.04.2019 - 11:52 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Polizeiinspektion Weiden lädt Schüler zur Schnupperlehre ein

Einmal die Flure und die Zellen der Polizeiinspektion kennen lernen: Dafür muss man sich nicht unbedingt ungebührlich verhalten. Die Polizei hat Schüler zu einer Schnupperlehre eingeladen. 35 junge Menschen nutzten die Gelegenheit.

Polizeihauptmeister Sven Wolfrath erklärt Jennifer Sollmann von der Realschule Neustadt ein Motorrad.
von Stefan NeidlProfil

"Es ist schön, wenn junge Leute einen Osterferientag opfern, um bei der Polizei in Weiden vorbeizusehen", freut sich Polizeihauptkommissar Ulrich Glaser. Gemeinsam mit Polizeihauptmeisterin Nicole Prießnitz und Erstem Polizeihauptkommissar Roland Ast konnte er 35 Schüler der Realschulen Neustadt, Kemnath, Waldsassen, sowie von den Gymnasien Tirschenreuth, Neustadt, Eschenbach und des Kepler-Gymnasiums in Weiden zu einem Schnupperlehretag begrüßen.

"Die Möglichkeiten sind vielseitig", betont Prießnitz. Aber erst mal gilt es, sich für den Posten als Polizeianwärter zu qualifizieren. Das geht schon bei der Eignung los: "Krankheiten, Verschuldung, Vorstrafen können einen Bewerber vom Verfahren ausschließen", informiert Glaser. Grundsätzlich seien auch eine Mindestgröße von 1,65 Meter und die deutsche Staatsbürgerschaft vorgeschrieben, jedoch wären Ausnahmen möglich. Besonders wichtig: keine sichtbaren Tätowierungen. Glaser erzählt: "Eine Dame musste sich ein Tattoo am Unterarm wegschneiden lassen, da es nach dem Lasern noch zu erkennen war. Die Narbe wird für immer bleiben."

Wer alle Kriterien erfüllt, wird zu einem Einstellungstest eingeladen: Sprachkenntnisse, Sportprüfung, Gruppendiskussionen und Bewerbungsgespräch stehen auf dem Programm. Für Bewerber des gehobenen Dienstes steht zusätzlich ein Test in Allgemeinbildung auf dem Programm. Prüfungsergebnisse und Schulnoten werden verrechnet. "Die Einstellungschancen sind so groß wie nie. In der Regel werden etwa 750 in die Ausbildung aufgenommen. Im gehobenen Dienst sind es um die 150", erklärt Glaser.

Prießnitz informiert: "Die Glücklichen, die einen Job ergattern, erhalten einen sicheren, abwechslungreichen Beruf mit Spezialisierungsmöglichkeiten." Glaser fügt hinzu: "Wer gern in der Allianz Arena ist, will geht zur Bereitschaftspolizei. Aber die Spiele hängen euch bald zum Hals raus."

Ast berichtete von der Personalstruktur in Weiden. Unter den 87 Beamten sind nur 11 Prozent Frauen. "Da geht noch mehr", meint er.

Für Prießnitz ist die Schnupperlehre eine gute Gelegenheit sich zu informieren: "Man kommt ins Gespräch, stellt Fragen. Oft kenne ich die Schüler schon. 90 bis 95 Prozent bewerben sich dann auch tatsächlich bei der Polizei." Ein zweiter Schnuppertag wird am 24. April stattfinden.

Die Schüler beobachten Polizeispürhund Gero bei der Suche nach Drogen im Motorraum eines Autos.

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