26.04.2019 - 12:28 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Ponys verletzt im Offenstall

Zwei Kleinpferde werden mit Verletzungen in einem Offenstall in Frauenricht bei Weiden vorgefunden. Die Polizei ermittelt zwei Tage lang und ist sich sicher: Es war kein "Pferdeschlitzer" am Werk

Seit Mittwoch war die Polizei immer wieder auf einem Pferdehof in Frauenricht, um die Verletzungen von zwei Pferden aufzuklären.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Die Polizei schließt nach zweitägigen Ermittlungen einen "Pferdeschlitzer" aus. Vier Experten, darunter eine Tierärztin, untersuchten am Freitagvormittag die beiden Pferde, die in Frauenricht verletzt vorgefunden wurden. Nicht ausschließen will die Polizei, dass sich die beiden Ponys in der Nacht zum Mittwoch "gegenseitig bei einer Rangelei im Offenstall " verletzt haben.

Woher tatsächlich die Verletzungen kommen, und ob, wie in Frauenricht vermutet, die beiden Pferdchen von "herumziehenden Tieren", gemeint sind hier Luchs oder Wolf, angesprungen wurden, lässt sich nicht mehr feststellen: Die Wunden wurden desinfiziert. Die beiden Besitzerinnen der Tiere sahen bisher aufgrund der nur unbedeutenden Verletzungen keinen Anlass, einen Veterinär einzuschalten.

Es gebe viele vorstellbare Ursachen, meint Polizeisprecher Mario Schieder. "Es sieht nicht danach aus, dass hier ein Mensch am Werk war." Die "Wolf-Variante" sei aber ebenso wahrscheinlich, "wie wenn's Nachbars Dackel" gewesen wäre.

Das Island-Pferdchen sowie ein "kleiner Spanier" weisen keine Schnitt-, aber auch keine Bisswunden auf, sondern "eher parallel verlaufende Kratzspuren". Die Mitarbeiter des Pferdehofes in Frauenricht haben den Offenstall penibel untersucht, um die Ursache für die Verletzungen zu finden. "Wir haben nichts entdeckt, was die Wunden erklären könnte", versichert der Landwirt, auf dessen Hof rund 40 Pferde eingestellt sind. Auch Polizei und Veterinärin überprüften den Offenstall, ohne etwas beanstanden zu können. Nur vier Tiere verbrachten die Nacht zum Mittwoch im Offenstall, in der den beiden Ponys die "oberflächlichen Hautritze mit leichtem Blutaustritt beigebracht wurden", so die Polizei.

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