Glitzer, Plateauschuhe und unvergessliche Melodien bestimmten am Sonntagabend die Max-Reger-Halle. Knapp 500 Besucher, viele davon eingefleischte Fans der Band, dazu eine tolle Tribute-Combo, verwandelten den Gustl-Lang-Saal in einen wahren Pop-Marathon. „Mamma Mia and much more“ versprach der Titel des Abends. Und er hielt Wort.
Die Formation zu Ehren von ABBA ließ von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wohin die Reise geht: Mitten hinein in die goldene Ära des schwedischen Pop-Quartetts. Mit großer Spielfreude, stimmlicher Präzision und schrill-bunten Kostümen zelebrierten die beiden Frontfrauen die Hits von Agnetha Fältskog und Anni-Frid Lyngstad, während Piano und Gitarre den unverwechselbaren Sound von Benny Andersson und Björn Ulvaeus aufleben ließen.
Bei „Dancing Queen“, „Mamma Mia“ oder „Thank You For The Music“ hielt es viele nicht mehr auf den Sitzen. Es wurde geklatscht, geschunkelt, gesungen. Schließlich auch getanzt. Die Post ging ab. Der Funke sprang sofort über, das Publikum war textsicher und bestens aufgelegt. Keine Experimente, keine neuen Arrangements: Dafür ganz nah am Original. Genau wie es die Fans wollten.
Einen besonderen Moment bot der Titel „Don’t Shut Me Down“ vom Comeback-Album „Voyage“ aus dem Jahr 2021 im ersten Teil der Show. Die Studio-Produktion kam exakt 40 Jahre nach „The Visitors“ heraus. Noch nicht jeder im Saal kannte den Song, doch er fügte sich nahtlos in die Reihe der Welthits einer Band ein, die seit ihrem Triumph beim Eurovision-Song-Contest 1974 mit „Waterloo“ Musikgeschichte schrieb. Am Ende stand ein begeistertes Publikum. Für gut zwei Stunden war Weiden im ABBA-Fieber.













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