09.08.2018 - 15:17 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Pop bei der Post

Es geht aufwärts für die "Sünde"-Fans. Erstmals werden sie Treppen steigen müssen, um den Live-Club zu erreichen: Die Konzertveranstalter vom "Sündikat" quartieren sich im ersten Stock der Hauptpost ein.

Ein Großraumbüro in der ehemaligen Hauptpost wollen sie in einen Live-Club verwandeln. Die „Sündikat“-Mitstreiter (von links) Georg Weig, Lukas Höllerer, Christian Gold und Roland Pötzl basteln an der „Sünde 2018“.
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Lange suchte der Kulturverein vergeblich nach dem Pop-up-Club des Jahres 2018 (wir berichteten), doch dann ging es ganz schnell: "Sündikat"-Sprecher Lukas Höllerer fragte bei Yusuf Kabakulak wegen freier Räume im ehemaligen Hauptpost-Gebäude in der Bahnhofstraße an, gerade mal fünf Minuten später bekam er schon eine exklusive Führung. Und: "Ich war sofort überzeugt." Nur eine knappe Woche später sind fast sämtliche Formalitäten erledigt. Und das Programm steht auch schon: Die "Sünde 2018" startet später als in den vergangenen drei Saisons - am 27. Oktober -, dauert aber auch entsprechend länger. Den Schlussakkord setzt das Jazz-"Trio Zahg" erst am 30. Januar 2019.

Mit den weiteren Vorbereitungen wollen die 15 "Sündikat"-Mitglieder Anfang Oktober beginnen: Es werde einige Ideen, jede Menge Material und viel Arbeit brauchen, um das Großraumbüro im Nordflügel der Hauptpost in einen stimmungsvollen Live-Club umzumodeln, schwant Höllerer. Im Vergleich zu den bisherigen Pop-up-Clubs, die Metzgerei-Filiale auf der Allee und das Josefshaus-Untergeschoss, ist die neue "Sünde" sehr großzügig bemessen. 20 mal 15 Meter misst der Hauptraum, Nebenräume für Künstlergarderobe und Ausrüstung sowie Toiletten sind vorhanden. Bei den Konzerten werden rund 150 Besucher Platz finden - 50 mehr als zuletzt im Josefshaus. Höllerer: "Wir hoffen natürlich, dass wir damit eine kleine Schippe drauflegen können." Die Nachbarn seien vorgewarnt, Probleme nicht zu erwarten.

Die neue "Sünde" ist von der Bahnhofstraße aus erreichbar über den Eingang zum "Fluchthaus". Neben der Eingangstür zum künftigen Pop-up-Club prangt noch das Schild "TSC Service Center". Die Besucher stehen auf einem Teppich und sind umgeben von drei Fensterfronten - mit insgesamt 19 Fenstern. "Diesmal", scherzt "Sündikat"-Mitstreiter Georg Weig, "können wir endlich gut durchlüften."

Zumal für einige heiße Nächte gesorgt sein wird. Wohl schon zum Auftakt am 27. Oktober, wenn das österreichische Duo "Leyya" mit Band anrückt und wohl weit weniger düster rüberkommen wird als bei seiner "Sünde"-Premiere 2016. Ferner im Programm: ein Überraschungskonzert "von Bands ausschließlich mit weiblichen Frontfrauen" am 2. November, Tobias Sieberts "And The Golden Choir" am 17. November, "lion Sphere" am 7. Dezember, "Me & Marie" am 14. Dezember, "Open Stage" am 23. Dezember, "Monobo Son" am 30. Dezember, Vinylparty und "Pho Queue" am 12. Januar, natürlich "KUF" am 26. Januar und das "Trio Zahg" am 30. Januar. Karten soll es bereits in wenigen Tagen geben. Erhältlich sind sie über die Internet-Seite www.die-suende.de.

Im vorderen Drittel des Programms will Höllerer noch zwei weitere Konzerte einschieben, die Künstler dafür stehen jedoch noch nicht fest. Im Gegensatz zu seinem Urteil im Vorfeld der "Sünde"-Saison 2018: "Wird super."

150 Besucher fasst die neue "Sünde"´.

Die "Sünde 2018".

Video: Zu Besuch in der neuen "Sünde"

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp