Bewundernswert, wie sich die Verkäuferin in der Bäckerei die gute Laune bewahrt im Angesicht der mittäglichen Kunden-Invasion. Jedem ungeduldigen Gegenüber wünscht sie fröhlich "noch einen schönen Tag". Äußerst lebhaft geht es am Donnerstag zu in Weidens Geschäften. "Aber das ist ja jedes Jahr so", zuckt Einzelhandelssprecher Tobias Sonna mit den Schultern. Dabei kommt's heuer wegen der Wochenende/Feiertage-Massierung noch ein bisschen geballter als sonst. An den wenigen Arbeitstagen "zwischen den Jahren" wollen Gutscheine eingelöst und Geschenke umgetauscht werden. Verschärfter Stressfaktor für die Verkäufer. Sonna bleibt dennoch gelassen: "Das ist positiver Stress. Mir ist es so geballt sogar lieber." Atempausen braucht es dennoch: "Dafür haben wir eine Ecke mit Süßigkeiten eingerichtet. Nervennahrung."
Weiden in der Oberpfalz
27.12.2018 - 14:55 Uhr
"Positiver Stress" für Verkäufer nach Weihnachten
von Ralph Gammanick
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Nicht so staad
Wechselgeldkramerei an der Kasse wird mit nicht unter zehn bösen Blicken bestraft. Das kann man doch vorher abzählen! Wer zahlt heute überhaupt noch bar! Die Zeit ist knapp nach der „staaden Zeit“. Wochenende, dann drei Tage Weihnachten, gerade mal zwei Tage Arbeit, dann Wochenende, gefolgt von Silvester und Neujahr. Wenn zwei Wochen nur fünf volle Arbeitstage beinhalten, dann schaut das auf den ersten Blick ziemlich entspannt aus. In der Praxis kann es allerdings ganz schön anstrengend werden. Besonders eben an den wenigen Arbeitstagen. Es braucht intensive, detailgenaue Planung, um beispielsweise Einkäufe so zu erledigen, dass längere Verbrauchermarkt-Auszeiten ohne größeren Gewichtverlust überstanden werden.
Wer sich im schmerzhaft engen Zeitkorsett in die Geschäftswelt wagt, sollte sich ohnehin in sein dickstes Nervenkostüm schmeißen: Zusätzlich zu den Haushalts-Einkäufern sind die Gutschein-Einlöser, die Geschenke-Umtauscher und die Heimaturlauber unterwegs. Volle Parkplätze, Staus zwischen den Regalen, lange Schlangen von meist nicht so gut gelaunten Kunden vor den Kassen. So war das gestern. Heute schießen obendrein Heerscharen von Feuerwerk-Fans in die Läden. „Staade Zeit“? Die könnte man sich doch echt mal vornehmen fürs neue Jahr.
Ralph Gammanick