03.01.2020 - 16:58 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Positives Minus: Bessere Bevölkerungsprognose für Oberpfalz

Die Bevölkerung der Oberpfalz soll weiter wachsen. Das besondere an der neuen Prognose des Statistischen Landesamt liegt dabei im Detail. Es sind gute Nachrichten für den Norden des Bezirks.

Immer mehr Menschen in Bayern.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Bayern im Jahre 2038: Für den Freistaat werden vom Landesamt für Statistik in den kommenden fast zwei Jahrzehnten wachsende Bevölkerungszahlen vorausgesagt. Auch die Oberpfalz soll wachsen. Doch hier geben auch negative Prognosen Grund zur Hoffnung. Der Bevölkerungsrückgang im Norden des Bezirks soll deutlich schwächer ausfallen, als im Vorjahr vorhergesagt.

Für Tirschenreuth soll sich der Rückgang von 9,9 auf 7,7 Prozent abschwächen, für Neustadt/WN von 6,9 auf 4,6 Prozent. In Weiden rechnen die Statistiker mit einem Rückgang um 4,7 Prozent (2018, 5,1 Prozent), in Amberg-Sulzbach schwächt sich der Rückgang von 5 auf 3,1 Prozent ab. Lediglich in der Stadt Amberg beschleunigt sich der prognostizierte Rückgang - von 5 auf 5,5 Prozent. In Schwandorf soll die Bevölkerung um 3 Prozent wachsen, bisher gingen die Experten von einem Plus um 0,8 Prozent aus. In Cham wurde bisher von einem leichten Minus ausgegangen nun soll auch dort die Bevölkerung leicht zunehmen. Positiv fällt die Prognose auch für die Kreise Neumarkt und Regensburg aus. Dagegen schwächt sich die Zunahme in der Bezirkshauptstadt ab: Für Regensburg sinkt die Prognose von 8,3 auf "nur" noch 5,9 Prozent

Für den ganzen Freistaat sagt die Prognose für 2038 13,6 Millionen Menschen voraus - ein Zuwachs von rund 525 000 im Vergleich zu 2018. Spitzenreiter ist wie auch schon in der Vergangenheit und in der Gegenwart München: Das Amt vermutet aufgrund der wirtschaftlichen Stärke für 2038 rund 1,61 Millionen Einwohner. Auf Regierungsbezirksebene kann Oberbayern im Jahr 2038 mit einem deutlichen Bevölkerungsplus von 8,0 Prozent gegenüber heute rechnen. Die Regierungsbezirke Schwaben (+5,1 Prozent), Niederbayern (+4,3 Prozent), Mittelfranken (+2,5 Prozent) und die Oberpfalz (+1,8 Prozent) dürften ebenfalls von einem spürbaren Bevölkerungswachstum profitieren, während Unterfranken (-1,8 Prozent/-24 000) und Oberfranken (-4,0 Prozent/-42 000) Bevölkerungsverluste erwarten müssen.

Statistisch gesehen werden die Menschen in rund 20 Jahren im Schnitt zudem deutlich älter sein. Bleibt der Anteil der unter 20-Jährigen an der bayerischen Bevölkerung mit 18,6 Prozent in etwa auf dem Niveau von heute, so wird 2038 mehr als ein Viertel der Bevölkerung 65 Jahre oder älter sein. Aktuell liegt dieser Anteil nur bei einem Fünftel.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.