01.03.2020 - 10:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Prominenz präsentiert "Fichtelgebirgskrimi" in Weiden

Regisseur Michael von Hohenberg und Darsteller aus der Region kommen zur Vorführung der fränkisch-oberpfälzischen Erfolgskomödie im Neue-Welt-Kinocenter. Auch Norbert Neugirg ist dabei.

Michael von Hohenberg (rechts) mit seinen Darstellern im Neue-Welt-Kinocenter: (von links) Manuela Spaur, Norbert Neugirg, Hubert Burczek und Sabrina Schmitt.
von Helmut KunzProfil

Prominent besetzt war am Mittwochabend die Vorstellung des „Fichtelgebirgskrimi“ im Neue-Welt-Kinocenter. Neben zahlreichen Cineasten hatten sich auch Regisseur Michael von Hohenberg und einige seiner Schauspieler eingefunden. Inzwischen zählt die fränkisch-oberpfälzische Erfolgskomödie schon 4000 Besucher. Dabei wird der Film nur in wenigen ausgewählten regionalen Kinos gezeigt. Es geht in der Komödie um den internen Wettkampf von vier „Siebenstern“-Polizeiinspektionen im Fichtelgebirge, von denen drei mangels Fallaufkommens vor der Schließung stehen.

Der eigentlich als Serie für den Streamingdienst von Amazon konzipierte Krimi wurde extra fürs Kino zu einem 115 Minuten langen Film zusammen geschnitten. Drei Wochen lang hatten die Schauspieler und das Team im letzten Sommer kostenlos am Projekt gearbeitet. Ab Mitte August ist eine Fortsetzung geplant. Spätestens die dritte Staffel 2021 soll dann wenigstens eine Aufwandsentschädigung für die Darsteller einspielen, sagte von Hohenberg. Einen vierten Anlauf könne er sonst nicht versprechen. Immerhin spielten in der Serie Schauspielergrößen wie Tatort-Kommissar Andreas Leopold Schadt oder Hubert Burczek mit.

Wenn im August die neue Klappe fällt, dann wird sie verstärkt auch den Oberpfälzer Raum vorstellen. Wo das genau sein wird, bleibe noch ein Geheimnis, erklärte der Regisseur nach der Vorstellung beim Gespräch mit dem Publikum im Kinosaal. Seine Motivation: „Ich wollte irgendwann mal einen Fichtelgebirgskrimi machen, nachdem es ja so viele tolle Regionalkrimis gibt.“

Der speziell für sechs Kinos geschnittene Film beinhaltet vier Serienteile, was auch deutlich erkennbar ist. Im Gepäck hatte der Filmemacher den heimlichen Star seiner Serie, Hubert Burczek, einen gebürtigen Münchberger, der seit Jahren in Berlin als Synchronsprecher arbeitet. Burczek freute sich narrisch, endlich mal wieder im eigenen fränkischen Dialekt gespielt haben zu dürfen. Er gibt den Polizisten Herbert.

Aus dem Laienlager kommt Sabrina Schmitt, die eigentlich Ensemblemitglied der Trebgaster Naturbühne ist und im Krimi die Polizeianwärterin Sina spielt. Aus Weiden zum Ensemble dazu gestoßen ist Manuela Spaur. Im Film eine taffe Rocker-Braut, im echten Leben Sparkassenangestellte. Sie durfte mitspielen, weil sie einen von den "echten" Schauspielern als Sozius auf ihrer Maschine mitnahm. Der vermeintliche Rocker besitzt nämlich keinen Motorradführerschein.

Michael von Hohenberg (rechts) mit seinen Darstellern im Neue-Welt-Kinocenter: (von links) Manuela Spaur, Norbert Neugirg, Hubert Burczek und Sabrina Schmitt.

Weil das Fichtelgebirge mit einem „Zipfelchen“ auch in die Oberpfalz reicht, sollte unbedingt auch Norbert Neugirg mitspielen. „Mich hat beeindruckt, dass Von Hohenberg die Idee zu dieser Geschichte schon seit vier Jahren verfolgt und nie losgelassen hat.“ Er sei mit derselben Intension unterwegs gewesen, dieses oberbayerisch- und München-lastige Bayern abzuschütteln, wie es auch die Altneihauser Feierwehrkapelln schon lange praktiziere.

Beide versuchten ja, einem breiteren Publikum „unsere Region“ bekannter zu machen. „Seine erste Mail vor einem Jahr habe ich nicht ganz so ernst genommen. Mails aus Franken nehme ich nie ernst“, lachte Neugirg. Später habe man sich beim Zoigl in Windischeschenbach getroffen. „Und nach der siebten Maß hat er mich mit seinem Feuereifer überzeugt.“ Auf die Dreharbeiten blicke er äußerst positiv zurück. „Vor der Kamera sind wir uns nicht sehr wohlgesonnen, die Franken und wir Oberpfälzer. Hinter der Kamera sind wir aber Freunde." Neugirg spielt den Leiter der Polizeiinspektion „Siebenstern Ost“, der seinen westlichen Kollegen immer wieder in die Erfolgsbilanz grätscht.

Für Neugirg war die Arbeit mit der Filmcrew Neuland. „Ich bewege mich normalerweise auf großen Bühnen und da braucht es große Gesten. Vor der Kamera reicht oft ein Wimpernschlag oder das Gesicht zu verziehen, um Wirkung zu zeigen. Das war für mich neu in dieser Intensität.“ Und: Man könne bei Fehlern Szenen wiederholen, bis es passt. „Auf der Bühne musst du schauen, dass du Land gewinnst.“ Was ihn besonders begeistert habe: „Der Regisseur hat über uns Drohnen fliegen lassen und stellt unsere herrliche Landschaft so von ihrer schönsten Seite vor."

Besuch im Neue-Welt-Kino-Center: (von links) Michael von Hohenberg, Sabrina Schmitt, Hubert Burczek, Norbert Neugirg und Manuela Spaur.
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