12.06.2019 - 12:06 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Rauschgift sollte über Waidhaus nach Linz zum Verkauf

Zwar kam ein Rauschgiftschmuggler beim Schöffengericht mit einem Jahr auf Bewährung davon. Fünf Monate hatte er aber schon in U-Haft verbringen müssen.

Symbolbild.
von Autor hczProfil

Sein kleines Kind hatte er nicht sehen können und mit seiner Mutter hatte er nur durch eine Glasscheibe sprechen dürfen. Sichtlich geknickt wurde der Österreicher am Dienstag von zwei Polizeibeamten ins Gericht geführt. Er war Mitte Januar mit dem Auto einer Bekannten über den Grenzübergang Waidhaus eingereist. Eine Beamtin der Bundespolizei und ihr Kollege stoppten das schnell fahrende Fahrzeug nahe Pleystein und kontrollierten den 40-Jährigen. Nachdem ein Drogen-Wischtest stark positiv ausgefallen war, nahmen sie den Mann näher unter die Lupe. In einer seiner Jackentaschen fanden die Polizisten 29,5 Gramm Methamphetamin, verpackt in Zeitungspapier. Schon in den ersten Vernehmungen gab der Ledige zu, selbst starker Konsument zu sein. Ein Drittel der Droge sei zum Verkauf in Oberösterreich bestimmt gewesen.

Auch vor Richter Hubert Windisch und den Schöffen gestand der Malergeselle die Tat. Ein Haargutachten bezeugte, dass er regelmäßig Crystal und gelegentlich Cannabis konsumiert hatte. Rechtsanwältin Daniela Kotzbauer stellte deshalb fest, dass ihr Mandanten den Drogenkauf aus „Suchtdruck“ heraus gegangen hatte. Er lebe sozial eingeordnet, werde nach der Haftentlassung sofort wieder Arbeit bekommen und bereue seine Tat. Staatsanwältin Carina Särve hielt dem Angeklagten sein Geständnis zugute und dass er sich während der ganzen Ermittlungen kooperativ gezeigt hatte. Die Anklagevertreterin plädierte auf ein Jahr und zehn Monate Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt werden könnten, da der Mann weder in Österreich noch in Deutschland vorbestraft war. Richter Windisch und die Schöffen verurteilten ihn zu einem Jahr auf Bewährung und entsprachen damit dem Antrag von Verteidigerin Kotzbauer.

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