Präzision, Kontrolle und millimetergenaues Arbeiten sind bei Operationen entscheidende Faktoren für eine schonende und erfolgreiche Behandlung. Doch so erfahren eine Chirurgin oder ein Chirurg sein mag – bei besonders kleinen Strukturen oder auf engstem Raum kann die menschliche Perfektion an Grenzen stoßen. An diesem Punkt kommt der Operationsroboter ins Spiel: Er unterstützt Ärztinnen und Ärzte dabei, feinste Bewegungen auszuführen, das natürliche Zittern der Hand auszugleichen und mit vergrößerter Sicht alles besser im Blick zu behalten.
„Roboterchirurgie“ – das klingt nach Science-Fiction. Nach einer Maschine, die selbstständig Entscheidungen trifft. Kann man einer Maschine vertrauen, wenn es um die eigene Gesundheit geht? Die Realität sieht anders aus. Der Operationsroboter handelt weder eigenständig noch trifft er irgendeine Entscheidung. Beim da Vinci Xi, wie er am Klinikum Weiden zur Verfügung steht, bleibt die Verantwortung jederzeit beim Operateur. Er steuert jeden Operationsschritt selbst. Der Roboter ist ein hochentwickeltes Werkzeug, das die Fähigkeiten des Chirurgen in besonderer Weise fördert.
Technik, die den Chirurgen unterstützt
Anstatt direkt am Patienten zu stehen und die Instrumente selbst über kleine Zugänge zu führen, sitzt der Operateur an einer ergonomisch angeordneten Steuerkonsole des da Vinci Xi. Dort sieht er das Operationsfeld hochauflösend, dreidimensional und stark vergrößert – besonders feine anatomische Strukturen lassen sich so besser erkennen.
Über Roboterarme lassen sich die vom Chirurgen gesteuerten Instrumente im Körper sehr fein bewegen, drehen und abwinkeln. Diese Bewegungen sind der menschlichen Hand nachempfunden. Gerade in tiefliegenden oder schwer zugänglichen Operationsgebieten eröffnet dies zusätzliche Möglichkeiten. Die Bewegungen des Operateurs werden unmittelbar auf die Instrumente übertragen, während ungewolltes Zittern herausgefiltert wird.
Wenn es auf jeden Millimeter ankommt
Am Klinikum Weiden kommt das da Vinci Xi-System neben der Allgemein- und Viszeralchirurgie vor allem in der Urologie zum Einsatz – dort, wo Operationen in anatomisch engen und anspruchsvollen Bereichen stattfinden. Gerade im kleinen Becken liegen wichtige Nerven, Blutgefäße, Muskeln und Organe dicht beieinander. Bei Eingriffen an der Prostata beispielsweise kann ein Millimeter darüber entscheiden, ob empfindliche Strukturen geschont werden können, die etwa für die Erhaltung der Kontinenz oder Sexualfunktion wichtig sind. Mit der robotischen Chirurgie hat neben etlichen anderen Kolleginnen und Kollegen in Weiden auch Prof. Dr. Thomas Bschleipfer, Chefarzt der Klinik für Urologie, sehr gute Erfahrungen gemacht. Das bestätigen die positiven Rückmeldungen seiner Patienten.
Robotische Chirurgie bedeutet nicht, den Menschen durch Technik zu ersetzen. Sie bedeutet, das Urteilsvermögen des Menschen mit den Chancen moderner Medizintechnik zu verbinden. Anatomisches Verständnis, chirurgisches Können, jahrelange Erfahrung und die Fähigkeit, auch während eines Eingriffs die richtige Entscheidung zu treffen, bleiben die Grundlage jeder erfolgreichen Operation. Und genau diese Verbindung aus medizinischer Expertise, chirurgischer Erfahrung und moderner Technik bietet das Klinikum Weiden.
Kliniken Nordoberpfalz
Söllnerstraße 16 | 92637 Weiden
Ihre Ansprechpartner:
Klinik für Allgemein und Viszeralchirurgie: Chefarzt Prof. Dr. Uwe Wittel
Tel. 0961/303-13002 | viszeralchirurgie[at]kno[dot]ag
Klinik für Urologie: Chefarzt Prof. Thomas Bschleipfer
Tel. 0961/303-13306 oder -13302 | urologie[at]kno[dot]ag













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