12.12.2018 - 18:13 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Rufe nach großem Kino

Die Weihnachtszeit ist auch immer eine Zeit der Wünsche. Auch im Stadtrat. Die Fraktionsvorsitzenden packen einige in ihre Reden zum Jahresschluss. Sie reichen von der OB-Wahl übers NOC und Kurt Eisner bis zum modernen Lichtspieltheater.

Das Josefshaus kann sich CSU-Fraktionssprecher Wolfgang Pausch als Standort für ein großes und modernes Kino vorstellen: "Am Times-Square von Weiden."
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Roland Richter (SPD) und Wolfgang Pausch (CSU) griffen das Thema eines großen Kinos auf, um das es zuletzt wieder ruhiger geworden ist. "Es fehlt", stellte Richter fest und Kollege Pausch präsentierte gleich noch einen Wunsch-Standort: Das Josefshaus, mit dessen jetzigem Zustand man völlig unzufrieden sei. "Ein Kino am Times-Square von Weiden wäre wunderbar."

Nicht weit entfernt befindet sich der Komplex, dem die nächsten Wünsche galten: das NOC. "Wir freuen uns narrisch auf die Eröffnung 2019, genau zehn Jahre nach der Hertie-Schließung, sagte Richter. Und Wolfgang Pausch sprach die Ungeduld in Zusammenhang mit dem Projekt an. "Wir hoffen, dass es in Bälde eröffnet." In traditioneller Gedichtform nahm sich auch Bürgerlisten-Fraktionssprecher Christian Deglmann des Themas und hierbei der aktuellen Probleme mit der Fassade an. "Überm NOC steht kein guter Stern, wir hoffen, dass sie bald fertig wern."

Roland Richter erinnerte noch einmal an den SPD-Antrag, eine Straße oder einen Platz nach Kurt Eisner zu benennen, dem Weiden vor 100 Jahren die Kreisfreiheit zu verdanken hatte. Diese bezeichnete auch Pausch als entscheidenden Punkt. Man sei Eisner zu Dank verpflichtet, der leider nur kurz an der Spitze des Freistaats stehen durfte. Und der CSU-Fraktionschef schlug gleich eine Straße im neuen Gewerbegebiet West IV vor.

Deglmann deutete an, dass die Opposition, also CSU, Bürgerliste und Grüne eine gemeinsame Kandidatin ins Rennen um die Nachfolge von Oberbürgermeister Kurt Seggewiß gegen den SPD-Bewerber Jens Meyer schicken könnte. In Gedichtform hieß es da, es möge vielleicht einer Frau gelingen, den Gendarm zu bezwingen. Den Medien warf Deglmann Hofberichterstattung vor.

Einen großen Wunsch hob SPD-Fraktionschef Richter noch hervor. Im nächsten Jahr soll die Entscheidung fallen, die Realschulen nicht zu sanieren, sondern nach dem Vorbild von FOS/BOS neu zu bauen. Mit einigen Zahlen umschrieb er die positive Entwicklung Weidens. So habe sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 10 Jahren von 23 800 auf 28 000 erhöht (nur zwei Prozent Zeitarbeit), und die Zahl der Krippenplätze sei von36 auf deutlich über 200 gestiegen. Sorge bereitet Richter die Entwicklung der Kliniken AG. Es bleibe aber dabei, dass die Gesundheitsfürsorge höchste Priorität habe.

CSU-Sprecher Pausch verwies noch auf die Herausforderung, genügend Wohnraum zu beschaffen. Mit Ungeduld sehe man dabei auf das ehemalige TB-Gelände am Hammerweg. Zudem warte man sehnsüchtig auf das Gewerbegebiet West IV. Der Fraktionschef nannte auch den Abschied von Rechtsdezernent Hermann Hubmann. "Eine Bastion im Rathaus geht in den Ruhestand."

Ebenso wie Grünen-Fraktionschef Karl Bärnklau erinnerte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß an den Tag der Menschenrechte am Montag. Dort, wo diese mit Füßen getreten werden, dürfe man nicht nachlassen, darauf hinzuweisen, forderte der OB. Bärnklau freute sich, dass "Weiden ist bunt" 10000 Euro Zuschuss erhält. Kritisch äußerte er sich zur Diskussionskultur im Stadtrat. Es gehe nicht an, dass noch vor dem Bericht des Dezernenten die Rednerliste geschlossen werde.

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