Weiden in der Oberpfalz
11.04.2026 - 11:20 Uhr

"RustyRoadRunners" verwandeln "Live Stage" in Rock'n'Roll-Zirkus

Seit 2009 gibt es die Band aus Regensburg, die am Freitagabend mit ihren Rock- und Blues-Rock-Nummern den "Kulturbahnhof" in Weiden einheizten.

Die "RustyRoadRunners" rocken den "Kulturbahnhof Parapluie". Bild: Kunz
Die "RustyRoadRunners" rocken den "Kulturbahnhof Parapluie".

Tolle Live-Atmosphäre herrschte am Freitagabend im vollbesetzten "Parapluie", sobald man sich im unmittelbaren Bühnenraum aufhielt. Hinten hingegen, beim Plausch an der Bar, wo sich jene Gäste drängten, die keinen Platz mehr im Saal fanden oder finden wollten, ging im allgemeinen Gemurmel vieles unter. Akustisch waren dort meist nur noch vereinzelte Gesangsfetzen sowie Marios unablässiges Spiel auf dem Schlagzeug zu vernehmen, während Phippes Bass und die beiden Gitarren eher dumpf im Hintergrund blieben.

Dabei überzeugte das Gitarrenspiel der beiden Frontmänner und Sänger, Domingo und Daniel - gestylt wie Bruce Springsteen - durch Virtuosität und Präzision. Wer den "Live Stage"-Gig also in vollen Zügen genießen wollte, musste zwangsläufig in den Bühnenbereich wechseln.

Das "Parapluie" hatte die Regensburger Formation "RustyRoadRunners" in den "Kulturbahnhof" geholt: Vier Energiebündel, die sich seit 2009 dem Rock’n’Roll verschrieben haben und neben eigenen Songs auch Klassiker präsentierten. Ihr druckvoller, eindringlicher Rhythmus ging unmittelbar unter die Haut. Ganz nach ihrem Motto "Live fast, live hard, live Rock’n’Roll!" wurde dem Publikum ordentlich eingeheizt. Für viele galten an diesem Abend drei Dinge: Nämlich hören, staunen und abtanzen.

Eingerostet wirkte die Band dabei keineswegs, geschniegelt schon gar nicht. Im Gegenteil: Die "RustyRoadRunners" präsentierten sich roh, ehrlich und mit jeder Menge Spielfreude. Neben eigenen Stücken lieferten sie zahlreiche Rock-Klassiker sowie Songs, die sie in ihrem ganz eigenen Stil interpretierten.

Musikalisch bewegt sich die Band zwischen Blues, Bluesrock und Rock’n’Roll, ergänzt durch gelegentliche Einflüsse aus Country und Folk. Diese Mischung prägt ihren unverwechselbaren Sound, den sie selbstbewusst als "Rusty Rock" bezeichnen. Zum Repertoire gehörten neben Eigenkompositionen wie "Whiskey and Wine" auch abgekupferte Titel wie "TNT", "Johnny B. Good" oder "Thousand Miles To Go". Stets charakteristisch und bandtypisch interpretiert. Mit ihrem ehrlichen, geradlinigen und rotzigen Auftreten sorgten die Domstädter für einen mitreißenden Konzertabend.

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