03.07.2020 - 10:26 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Schleuserfahrzeug gestoppt: Kleinbus mit ukrainischen Staatsbürgern auf A 93 unterwegs

Verkehrspolizeiinspektion und Bundespolizei arbeiten Hand in Hand. So gelingt es, auf der A 93 bei Weiden ein Schleuserfahrzeug mit Urkundenfälschern aus dem Verkehr zu ziehen.

Die Polizei stoppt einen Kleinbus mit Schleusern und Urkundenfälschern.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Diese Fahrt hatte nur ein Ziel. Sieben Frauen und Männer aus der Ukrainer sollten eingeschleust werden. Sie sollten im Schengenraum einer unerlaubten Erwerbstätigkeit nachgehen. Ein mit insgesamt neun ukrainischen Staatsbürgern vollbesetzter Kleinbus war auf der Autobahn A 93 Richtung Hof unterwegs, als Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Weiden - Fahndungskontrollgruppe Verkehr (Schleierfahndung) - bei der Anschlussstelle Weiden West den Kleinbus stoppten und die Insassen kontrollierten.

Fahrer und Beifahrer waren zwei junge Ukrainer im Alter von 23 und 29 Jahren. Die Beamten durchsuchten das Fahrzeug und die Personen und fanden bei zwei Ukrainern jeweils eine gefälschte rumänische Identitätskarte sowie einen gefälschten rumänischen Führerschein. Sämtliche Falsifikate hatten sie zuvor nach Deutschland eingeführt. Da der Verdacht der Einschleusung der sieben Personen bestand, wurde der Sachverhalt zur Klärung zuständigkeitshalber an den Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Waidhaus überstellt.

Ermittlungen der Bundespolizisten ergaben, dass die zwei ukrainischen Dokumentenfälscher als vermeintliche privilegierte rumänische EU-Staatsbürger im Schengengebiet einer Arbeit nachgehen wollten. Ihre vorgelegten ukrainischen Ausweispapiere hätten sie lediglich für einen Kurzaufenthalt als Touristen berechtigt. Eine 38-jährige Ukrainerin und vier weitere Landsleute (39 bis 41 Jahre alt) legten jeweils ein Visum für Polen vor und wollten mit dieser Legitimation ebenfalls im Schengengebiet arbeiten. Die zwei Fahrzeugführer erwartet nun ein Schleusungsstrafverfahren.

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Die Polizei beschlagnahmte die gefälschten Ausweise und sämtliche Mitfahrer wurden wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise angezeigt. Die beiden Urkundenfälscher hat der Koordinationsbereich Rückführung der Bundespolizeiinspektion (BPOLI) Waidhaus auf dem Luftweg abgeschoben. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft durften Fahrer, Beifahrer und restlichen Mitreisenden die Rückreise in ihr Heimatland antreten.

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