Weiden in der Oberpfalz
04.09.2022 - 15:56 Uhr

Mit Schnitzmesser und Schruppscheibe

Holzbildhauerin Irene Meier zeigt Objektkunst im Kulturzentrum Hans Bauer. Es sind private und persönliche Eindrücke der letzten zwei Jahre, wie sie bei der Eröffnung sagt.

Irene Meier (links) ließ sich von Maisstängeln inspirieren. Bild: Kunz
Irene Meier (links) ließ sich von Maisstängeln inspirieren.

Viele kennen Irene Meier als Teilnehmer ihrer Schnitzkurse. "Im Ibelnest" schnitzen die Schüler meist gegenständliche Objekte. Am Samstag eröffnete die Holzbilderhauerin im Kulturzentrum Hans Bauer die Ausstellung "Private und persönliche Eindrücke der letzten zwei Jahre" mit Werken, die in den letzten 24 Monaten entstanden sind und für die sich die Künstlerin ihre Anregungen in der Natur holte. Jeder dürfe hinein interpretieren, was er mag, sagte sie. „Jeder soll sich seine eigenen Gedanken machen."

Die Wandreliefs sind ausschließlich aus Lindenholz gefertigt. Bearbeitet wurden sie mit Schnitzmesser und Hohleisen. Für die etwas grober gestalteten Standobjekte aus Kirsche, Birke und Mammutholz griff die Künstlerin auch auf Holzraspeln und Schruppscheiben zurück. "Für mich eigentlich völlig neue Werkzeuge. Ich bearbeitete nur heimische Hölzer." Um die Strukturen erkennbar zu lassen, hatte sie bei den großen Objekten auf den Feinschnitt verzichtet.

"Inspiriert haben mich vor allem Maisfelder in der Umgebung. In abgewandelter Form natürlich." Sie habe ihre Arbeiten bewusst nicht betitelt, weil jeder darin etwas anderes erkennen solle, erklärte Irene Meier. Sie sei ja gelernte Schnitzerin. Aber diese neue Art der Objektgestaltung habe sie in ihren Bann gezogen. "Ich hatte plötzlich einen Flow, der immer noch anhält. Ich bin irgendwie angekommen, weiß aber, dass die Reise noch weitergeht." In die Ausstellung, die noch bis 30. September zu sehen ist, führte Elisabeth Budras ein.

 
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