13.12.2018 - 15:30 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Die schönsten und schlimmsten Weihnachtsgeschenke

Viele Menschen machen sich lange keine Gedanken darüber, was sie zu Weihnachten verschenken, und müssen kurz vor Heiligabend schnell ein passendes Präsent finden. Vier Redakteure verraten, was bei ihnen besonders gut oder gar nicht ankam.

Geschenke liegen unter einem Weihnachtsbaum.
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

Kerzen für Eva

Kerzenhalter - keine gute Geschenkidee für Eva Hinterberger.

Ein klassisches „schlimmstes“ Weihnachtsgeschenk habe ich eigentlich gar nicht. Meine Mitmenschen kennen mich dann wohl doch gut genug, um zu wissen, mit was sie mir eine Freude machen können. Trotzdem gibt es ein Geschenk, das mich mittlerweile wahnsinnig macht. Aber nicht, weil es mir nicht gefällt oder unpraktisch ist, sondern weil ich einfach keinen Platz mehr dafür habe: Kerzen! Egal ob Teelicht mit oder ohne Glitzer, Duftkerze oder Windlicht in das mein Name graviert ist: Eine Kerze bleibt nun mal eine Kerze. Sie brennt, leuchtet und vertreibt Mücken. Es ist ein Gebrauchsgegenstand. Brauche ich gerade keine Kerze, muss ich sie irgendwo hinräumen. Und genau da liegt das Problem: Der Schubladen ist voll und so viele Regale und Schränke, dass ich alle Kerzen aufstellen kann, hab ich auch nicht. Mal davon abgesehen: Wann soll ich die denn alle anzünden? Deswegen, liebe Leute: Bitte keine Kerzen! (ehi)

Spitzenschuhe für Elisabeth

Über die Spitzenschuhe hat sich Elisabeth Saller so sehr gefreut, dass sie sie drei Jahre später noch einmal bekam.

Vier Jahre lang besuchte ich den Ballettunterricht von Christine Elitzke in Schwandorf, dann war es endlich so weit: Mit etwa zehn Jahren kam ich in die vierte Tanzklasse und durfte endlich mit dem Spitzentanz anfangen. Zuhause habe ich zwar schon vorher versucht, mit verschiedenen Schuhen auf den Zehenspitzen zu tippeln. Zwar gelang das noch am besten mit den Birkenstock-Hausschuhen, graziös wie eine Primaballerina bewegte ich mich so aber nicht. Ich freute mich damals riesig auf Weihnachten, weil ich wusste: Das Christkind legt weiße Spitzenschuhe unter den Baum. Als ich sie nach der Bescherung endlich anziehen durfte, habe ich natürlich gleich damit getanzt. Ich wollte die Ballettschuhe auch gar nicht mehr ausziehen, über die Weihnachtsfeiertage waren sie wie Hausschuhe für mich. Zwei Jahre später bekam ich noch einmal Spitzenschuhe zu Weihnachten geschenkt – die alten waren zu klein geworden. (esa)

Ein Kissen für Mona-Isabelle

Über das Kissen freute sich Mona-Isabelle Aurand nur mäßig.

Das schlimmste Weihnachtsgeschenk, an das ich mich erinnere, hat mir mein Mann zu unserem dritten gemeinsamen Weihnachtsfest geschenkt. Anstatt Schmuck, Parfüm oder irgendwas anderem Romantischen habe ich unter dem Christbaum gefunden: ein Kissen mit passendem Bezug. Erst ein paar Monate zuvor hatte er sich selbst ein solches Aloe-Vera-Kopfkissen gekauft. Die Aloe Vera im Schutzbezug soll die Haut pflegen und vor dem Austrocknen schützen. Er wollte mir also etwas Gutes damit tun. Aber mal ganz ehrlich: ein Kopfkissen. Mit einem schwarzen Kissenbezug. Nicht mal eine schöne Farbe hatte er ausgesucht. Natürlich habe ich ihm nicht gezeigt, wie frustriert ich tatsächlich war. Inzwischen kann ich ohne dieses Kissen nicht mehr schlafen. Seines dagegen liegt auf der Couch und wird ebenfalls nur noch von mir benutzt. (mip)

Eine Mopstasche für Julia

Diese Tasche hat Julia Hammer nicht benutzt.

Große, ausdruckslose Augen starren mir entgegen, als ich das rot-goldene Geschenkpapier wegreiße. Ich will mir den Schreck nicht anmerken lassen, weil mich mein Bruder mit einem breiten Strahlen im Gesicht beobachtet, während ich sein Weihnachsgeschenk auspacke. Nach und nach kommen eine unförmige Schnauze und lange Barthaare zum Vorschein. Es ist eine Mopstasche. "Habe ich im Urlaub gefunden und musste sie einfach kaufen. Sie passt perfekt zu dir", höre ich ihn noch heute sagen. Als ich sie umhänge, sehe ich, dass zwei Ohren an die rundliche Form genäht sind. Sie wackeln, wenn ich mich bewege. "Wunderbar", sage ich, während ich keinen Moment daran zweifle, die Tasche niemals in der Öffentlichkeit zu tragen. Der Gedanke zählt. Und darüber freue mich mich noch heute. Und die Tasche behalte ich auch - tief verstaut unter anderen in meinem Schrank. Übrigens: Nicht einmal mein echter Mops kann sie leiden. (juh)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.